Basketball

Der große Traum von Kyra Coulon lebt

Kyra Coulon ist eines der großen Talente im jungen Escher Kader. Nachdem sie 2022 zum ersten Mal in einem Pokalhalbfinale stand, würde sich die 21-Jährige am Sonntag am liebsten den großen Traum vom Finaleinzug erfüllen. Kein Ding der Unmöglichkeit.

Kyra Coulon beim Training nach langer Verletzungspause, Comeback im Basketball nach fast kompletter Saisonausfall

Kyra Coulon fiel vor zwei Jahren fast eine komplette Saison lang aus Foto: Editpress/Fernand Konnen

Sie gilt als das große Talent der jungen Escher Garde, die dem Verein in den letzten Jahren einige Titel im Jugendbereich bescherte. Auch den Pokal durfte Kyra Coulon bereits feiern, wenn auch nur bei den „Kleinen“: Mit den Filles Scolaires triumphierte sie im Jahr 2019 im Gymnase der Coque. „In dem jungen Alter schon vor so vielen Leuten spielen zu können, ist eine schöne Erahrung. Ich bin froh, dass es eine solche Möglichkeit für Jugendspieler gibt“, blickt die mittlerweile 21-Jährige auf ihre ersten großen Basketball-Erfahrungen zurück.

Auch mit der Damenmannschaft durfte sie bereits in jungen Jahren erste Pokalerfahrungen im Gymnase sammeln. Vor vier Jahren war allerdings im Semifinale gegen den späteren Überraschungssieger Walferdingen Schluss. „Die Vorfreude, ein weiteres Halbfinale spielen zu dürfen, ist riesig“, erklärt die junge Basketballerin. „Vor allem auch, weil viele von uns noch nicht oft im Pokal so weit gekommen sind und wir wirklich darauf brennen.“ Ein Traum von Coulon ist es dann auch, noch eine Runde weiterzukommen. „Einmal in der Arena zu spielen, das wäre schon etwas. Doch warten wir erst einmal Sonntag ab.“

Ups and downs

Zwar dürfte Gegner Bartringen, der im letzten Jahr erst im Endspiel scheiterte, allein schon durch seine Erfahrung in der Favoritenrolle sein. Doch die Escherin weiß, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. „Die Chancen stehen meiner Meinung nach 50 zu 50. Es ist nur ein Spiel und da kann alles passieren.“ Im bisher einzigen Saisonspiel setzte sich die Sparta allerdings deutlich mit 100:61 durch. Doch damals herrschten noch ganz andere Voraussetzungen, denn bei Esch fehlte etwa Routinier Likhtarovich. Und auch Bartringen wird mit einer anderen Profi-Spielerin das Halbfinale in Angriff nehmen. „Was die Größe betrifft, sind wir jetzt eher auf einem Level“, weiß Coulon.

Auch wenn es einige „ups and downs“ gab, hat das junge Team aus der Minette-Metropole in den letzten Monaten schon häufiger gezeigt, dass das Potenzial für mehr vorhanden ist. „Zwischendurch hatten wir etwas schwächere Spiele, dennoch ist die Motivation im Team wieder viel größer als in der letzten Saison, als wir fast alles verloren haben.“ Für sie steht fest, dass ein Finaleinzug für das junge Team ein weiterer kleiner Meilenstein wäre.

Eine Saison verpasst

Zum Training zu kommen und nur da sitzen und zuschauen zu dürfen, damit musste ich auch erst einmal klarkommen

Kyra Coulon

Kyra Coulon selbst ist froh, dass sie inzwischen wieder eine größere Rolle im Team hat. 2023 verpasste sie aufgrund eines Ermüdungsbruchs fast eine komplette Saison. „Es war ein kleiner Riss im Knochen. Ich konnte damals noch nicht einmal laufen, hatte überhaupt keine Möglichkeit, Sport zu machen.“ Nicht einfach für ein zu dieser Zeit aufstrebendes Talent, auf das alle geschaut haben. „Es war mental schon eine Herausforderung. Ich machte Abitur, Basketball war mein ganzes Leben. Zum Training zu kommen und nur da sitzen und zuschauen zu dürfen, damit musste ich auch erst einmal klarkommen."

In der letzten Saison kehrte die nun 21-Jährige zurück, fühlt sich aber noch immer nicht auf dem vorherigen Niveau. „Die Verletzung wirkt noch immer nach, obwohl es schon viel besser ist. Doch den perfekten Rhythmus habe ich noch immer nicht zurückgefunden.“ So erklärt Coulon, dass manche Spiele besser, andere widerum schlechter laufen. „Aber ich finde es toll, welches Vertrauen mir meine Teamkolleginnen schenken.“

Und so möchte die Escherin weiter Erfahrungen sammeln, was sie übrigens auch bereits im A-Nationalteam tut. Zuletzt stand sie im letzten Zeitfenster im November im Kader. „Das gibt einem schon Selbstvertrauen, allein schon die Tatsache, nominiert zu werden. Die aggressivere Spielweise, das schnellere Tempo, da lernt man schon sehr viel.“ Und das möchte Kyra Coulon am liebsten am Sonntag in der Coque zeigen.

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