Pokalendspiele
Der erste Höhepunkt im nationalen Basketball steht an
Am Samstag, einen Monat früher als gewohnt, steht mit den Pokalendspielen in der Arena der Coque der erste Höhepunkt der nationalen Basketballsaison auf dem Programm. Werden zwei lange Durststrecken enden oder setzen sich am Ende doch die Favoriten durch?
Wer darf am Samstagabend den ersten Titel der Saison feiern? Fotos: Editpress/Fernand Konnen, Jeff Lahr, Gerry Schmit
Es war keine gute Woche für die beiden Favoriten. Am letzten Spieltag vor den Pokalendspielen in der Arena der Coque kassierten sowohl der T71 Düdelingen bei den Damen als auch Etzella Ettelbrück bei den Herren Niederlagen. Für Spannung dürfte am Sonntag also gesorgt sein.
Auf der Jagd nach dem 26. Pokalsieg der Vereinsgeschichte kommt es für die Etzella Ettelbrück dabei zum Derby gegen Arantia Fels. Ein Duell, das vor allem in jüngster Vergangenheit zu einigen hitzigen Partien führte, zu dem es in einem Endspiel der Coupe de Luxembourg bisher aber noch nicht kam. Denn auf gerade mal drei Finalteilnahmen kommt man in Fels. 1970 gewann die Arantia bei ihrer Premiere gleich auch den Pokal, es sollte der bisher einzige Titel bleiben. Eine weiteres Mal stand Fels 1971 und nach einer langen Durststrecke 2022 im Endspiel, einmal musste man sich Steinsel und ein weiteres Mal dem Basket Esch geschlagen geben.
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Zum 22. Mal findet das Pokalfinale inzwischen in der Coque statt
Ganz anders sieht die Pokalhistorie bekanntlich bei der Etzella aus. Der Rekordpokalsieger konnte 2023 bereits Pokalerfolg Nummer 25 feiern. 21 Mal fand das Endspiel inzwischen in der Coque statt, achtmal durfte hier Ettelbrück jubeln, nur zweimal musste sich der Klub aus der Pattonstadt in einem Endspiel auf Kirchberg geschlagen geben, 2018 gegen Steinsel und im letzten Jahr gegen Esch. Die Erfahrung spricht also eindeutig für die Gutenkauf-Brüder und ihre Teamkollegen, die nur zu gerne Revanche für die knappe Niederlage im letzten Jahr – gerade mal zwei Punkte entschieden am Ende – nehmen wollen.
Das bisher einzige Duell in dieser Saison entschied die Etzella übrigens Mitte Dezember deutlich für sich. Beim 87:60-Erfolg zeigten die Nordstädter, dass ihnen defensiv in dieser Saison kaum jemand etwas vormachen kann. Die stärkste Offensive der Liga besitzt aktuell jedoch die Arantia.
Das Programm
Finale Coupe Bascol:
14.00: Black Lions – Team Teaching
Finale Coupe des Dames:
17.00: T71 Düdelingen - Sparta Bartringen
Finale Coupe de Luxembourg:
20.15: Etzella Ettelbrück - Arantia Fels
Andere Voraussetzungen
Anders als bei den Herren gab es bei den Damen das Finalduell zwischen dem T71 Düdelingen und der Sparta Bartringen bereits. Im Jahr 2014 standen sich beide Mannschaften schon einmal in der Coque gegenüber, damals setzte sich das Team aus der „Forge du Sud“ deutlich mit 67:52 durch. Von damals ist inzwischen niemand mehr in Düdelingen oder bei der Sparta aktiv. Auf die Generation der Wagener-Schwestern folgte beim T71 jedoch eine weitere erfolgreiche, die aber erst ein einziges Mal, vor zwei Jahren, den Pokalsieg bejubeln durfte. Kein Wunder also, dass Catherine Mreches und ihre Teamkolleginnen auf einen weiteren Titel brennen.
Bei der Sparta liegt der letzte Erfolg hingegen schon viel länger zurück. Seit 1989 wartet man im Bartringer Lager inzwischen auf einen Pokaltriumph der Damen. Vom aktuellen Team war damals übrigens nur Rückkehrerin Bridget Yoerger schon geboren. Dreimal standen die Spartanerinnen seither im Finale. Neben der Niederlage 2014 gegen den T71 mussten sich das derzeitige Team um Lena Mersch 2023 und 2025 jeweils dem Gréngewald geschlagen geben. Erfahrung konnte das Team von Trainer Mike Feyder somit in der Coque in den letzten Jahren schon sammeln und würde am liebsten nun richtig zuschlagen.
Die Saisonvergleiche sprechen jedoch eine deutliche Sprache. Zweimal trafen beide Teams bisher aufeinander, zweimal – 85:60 und 95:72 – siegte Düdelingen. Doch die Voraussetzungen sind inzwischen andere. Beim T71 ist Catherine Mreches endgültig zurück und hat ihren Rhythmus längst gefunden. Bei der Sparta steht seit dem Pokalhalbfinale gegen Esch mit Adryana Quezada eine neue US-Spielerin auf dem Feld, hinzu kommt das überraschende Comeback von Bridget Yoerger, das Bartringen in der Defensive sicherlich zugute kommt. Eine weitere spannende Begegnung könnte also auf die Zuschauer warten.
Zuschauermagnet
Die Pokalendspiele in der Coque haben sich in den vergangenen Jahren wieder zu einem echten Zuschauermagnet entwickelt. Seit der Corona-Pandemie stiegen die Zahlen von Jahr zu Jahr und so dürfte am Samstag die 5.000er-Marke wieder geknackt werden. Im Vorverkauf sind bereits mehr als 4.500 Tickets verkauft worden, womit nur noch rund 150 Sitzplatzkarten in die Abendkasse gehen werden. Bei der FLBB verfügt man jedoch auch noch über rund 1.200 Stehplatzkarten. Kurzentschlossene müssen sich also keine Sorgen machen.