Sportpolitik

Das Rodtschenkow-Gesetz und die Notwendigkeit einer strafrechtlichen Basis für den Kampf gegen Doping 

Mit dem neuen Rodtschenkow-Gesetz wollen die USA weltweit strafrechtlich gegen Doping vorgehen. Der ehemalige COSL-Präsident Marc Theisen kritisiert die Umsetzung des Gesetzes, hält eine strafrechtliche Grundlage für Dopingvergehen für notwendig. So sieht es auch die ehemalige Triathletin und Juristin Liz May, die sich ein Gesetz gegen Sportbetrug auch in Luxemburg wünschen würde.

Die USA wollen weltweit strafrechtlich gegen Doping vorgehen

Die USA wollen weltweit strafrechtlich gegen Doping vorgehen Illustration: Editpress-Archiv

Marc Theisen bezeichnet den „Rodchenkov Act“ als „hoch explosiv“. Wohl kein anderer Luxemburger ist im internationalen Sport so zu Hause wie der Anwalt und ehemalige Präsident des Nationalen Olympischen Komitees. Die Sprengkraft liegt vor allem in dem politischen Geplänkel, dem Säbelrasseln zwischen den USA und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Die amerikanische Anti-Doping-Agentur Usada um ihren Chef Travis Tygart gehört seit Jahren zu den größten Kritikern der WADA. Mit dem Rodtschenkow-Gesetz wollen sich die USA nun die Möglichkeit geben, konsequenter gegen Doping vorzugehen. Vor allem dann, wenn ihre Sportler oder US-Sponsoren die Leidtragenden sind. Damit verschaffen sich die USA die Mittel, die man seit Jahren von der WADA fordert.

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