Europäischer Gerichtshof

Das Erdbeben im internationalen Fußball blieb aus: Zu den Konsequenzen des Fall Diarra

Eine Gehaltskürzung hatte Fußballprofi Lassana Diarra 2014 veranlasst, seinen Vertrag einseitig zu kündigen. Die Folge waren jahrelange Gerichtsprozeduren, bis nach Luxemburg. Auf dem Kirchberg beschäftigten sich die EU-Richter u.a. mit der Frage, ob der aufnehmende Verein „solidarisch“ mit dem Spieler zu einer finanziellen Haftung belegt werden kann und ob verschiedene Klauseln der FIFA-Transferbestimmungen mit dem EU-Vertragsrecht einvernehmbar sind. Das Urteil fiel am vergangenen Freitag – und hatte eine Schlappe für die FIFA zur Folge, denn der Aktionsrahmen des Sondermodells des Sports wird mit jedem EU-Entscheid kleiner.

Eine nächste Revolution im internationalen Fußball gab es nicht

Eine nächste Revolution im internationalen Fußball gab es nicht Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

In der internationalen Presse wurde bereits mit Slogans wie dem Fall „Bosman 2.0“ getitelt. Denn Lassana Diarra, der ehemalige französischen Nationalspieler, um den es diesmal ging, hatte die gleichen Anwälte beauftragt, die schon 1995 für ein weltweites Erdbeben im Profifußball gesorgt hatten. Es gab zwar erneut keinen Grund zum Feiern für die FIFA, allerdings sind die Konsequenzen nicht mit dem Bosman-Fall zu vergleichen. 

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