Enovos League Damen
Contern mit Mentalität zum Auswärts-Coup gegen die Sparta
Bei den Damen begannen nach der Zwischenrunde die Play-offs, wie schon in den Vorjahren, direkt mit den Halbfinalspielen im „Best of three“-Modus. Der Tabellenerste Düdelingen setzte sich standesgemäß gegen Esch durch, während es in der zweiten Partie eine Überraschung gab.
Schafft Ani Petrova zum Abschluss ihrer Karriere noch einmal den Finaleinzug? Foto: Editpress/Jeff Lahr
Die bisherigen drei Vergleiche in der Liga hatte Bartringen teils deutlich gewonnen und ging somit als Favorit in das erste Halbfinale. Trotzdem fand die Sparta nur schwer in die Partie, während für Contern die ersten drei Distanzwürfe von Claire Lavandier (2) und Esmeralda Skrijelj ihr Ziel fanden (5:11, 4‘). Jedoch sollte der Pokalsieger, der immer wieder die US-Amerikanerin Adryana Quezeda als Zielspielerin suchte, auch aufgrund seiner klaren Rebound-Dominanz schnell wieder zurückfinden (26:26, 16‘).
Da aber der Dreierregen des ABC wieder einsetzte, zogen die Gäste erneut weg, und als die Sparta bei einem Einwurf nach einem Korberfolg den Ball Sekunden vor der Pausensirene vertändelte, erhöhte die mittlerweile 44-jährige Routinierin Ana Petrova aus der Distanz zur ersten zweistelligen Führung des Abends (30:41).
Nach dem Dreh brachte King die Sparta mit drei humorlosen Dreiern wieder zurück, und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Drei Minuten vor Schluss stand es noch unentschieden (70:70), ehe die Mentalitätsmonster aus Contern wieder allen Widerständen trotzten. Obwohl Schlüsselspielerinnen wie Charlie Bidinger und Lou Mathieu langfristig ausfallen und Petrova sechseinhalb Minuten vor Ende die eh schon schmale Rotation von nur sechs Spielerinnen aufgrund ihres fünften Fouls weiter auf die Probe stellte, war es der ABC, der die Partie an sich riss und sich Punkt für Punkt Richtung Sieg kämpfte.
Großer Zusammenhalt
„Die Emotionen sind riesig, weil wir genau wissen, was das Team alles durchmachen musste. Dieser Sieg zeigt, dass wir eine Familie sind, eine zu der anderen hält und wir an uns glauben“, betonte Esmeralda Skrijelj. Besonders wichtig sei es gewesen, nach dem Aus von Petrova konzentriert weiterzuspielen. „Als mit Ani eine erfahrene Spielerin raus musste, war es eine kritische Situation, da auf einmal zwei Spielerinnen eine andere Rolle einnehmen mussten. Respekt, wie sie das angenommen und Verantwortung übernommen haben. Das unterstreicht die Mentalität. In solchen Situationen sieht man, ob man zusammenbleibt oder Probleme entstehen“, hob die Nationalspielerin den Zusammenhalt dieses Conterner Teams hervor.
Im Überblick
Play-off-Halbfinale („best of three“):
1. Spiel:
Düdelingen - Esch 79:72
Bartringen - Contern 75:82
2. Spiel, Samstag, 18. April:
18.30: Contern - Bartringen
Sonntag, 19. April:
15.00: Esch - Düdelingen
Was auf der einen Seite vorhanden war, fehlte jedoch bei der Sparta. „In der ersten Hälfte hatten wir nicht den nötigen Einsatz gezeigt und sind es zu locker angegangen. Unser größtes Problem war jedoch, dass wir nicht kollektiv gespielt haben“, analysierte Sparta-Coach Mike Feyder, der anmerkte, dass der Wille, diese Partie zu gewinnen, beim Gegner wohl stärker gewesen sei. Nun müsse am Teamgeist und am Zusammenhalt gearbeitet werden, um im zweiten Spiel zurückschlagen zu können.
Im zweiten Halbfinale wurde Düdelingen seiner Favoritenrolle gerecht, allerdings erwies sich der Basket Esch erneut als unangenehmer Gegner für den T71 und kämpfte bis zur letzten Sekunde. Obwohl die Düdelingerinnen im dritten Viertel mit 17 Zählern in Führung lagen (59:42, 25‘), gelang es ihnen nicht, den Sack zuzumachen, da sie in der Folge zu viele einfache Punkte liegen ließen.
Esch konnte mehrmals bis auf fünf Zähler herankommen, zur Überraschung reichte es jedoch nicht mehr. Das für die Play-offs erhoffte Comeback von Catherine Mreches gab es hingegen nicht, jedoch trainiert die Kapitänin wieder mit. Einen konkreten Zeitplan zur Rückkehr gibt es aber noch nicht.
Statistik
Sparta Bartringen - AB Contern 75:82 (30:41)
„T“-Bestnote: Ana Petrova (AB Contern)
Viertel: 18:15, 12:26, 28:13, 17:28
Bartringen: Quezeda 31, King 20, Torresani 13, Mersch 11, Wolf 0, Wolff 0, Yoerger 0, Rasolofo 0
Contern: Walsh 24, Kulesza 16, Petrova 16, Lavandier 13, Skrijelj 9, Bourg 4
Schiedsrichter: Glod/Pesche/De Mora Marti
Zuschauer: 280 zahlende
T71 Düdelingen - Basket Esch 79:72 (45:36)
Viertel: 24:20, 21:16, 21:23, 13:13
Düdelingen: Van Kleunen 29, Winton 21, Nürenberg 14, Jordao 8, Schroeder 4, Jemming 2, Wies 1, Schalbar 0
Esch: Jaksic 24, Likhtarovich 21, Burgund 11, Coulon 7, Nibbelink 5, Jemming 4, M. Chaumont
Schiedsrichter: Richartz/Donckel/Isigonis
Zuschauer: 175 zahlende