Basketball
„Christmas Time“ in Stadtbredimus: Der Saisonretter der Musel Pikes
Die Musel Pikes hatten einen Saisonstart zum Vergessen. Der dünne Kader, diverse Verletzungen und ineffektive Profis trugen die Hauptschuld, dennoch behielt man die Nerven und traf die richtigen Entscheidungen. Seit Anfang des Jahres ist in Stadtbredimus „Christmas Time“.
William Christmas hat bei den Musel Pikes von Beginn an eine Leader-Rolle übernommen Archivbild: Editpress/Jeff Lahr
William Christmas ist kein gewöhnlicher Rookie. Mit 25 Jahren liegt der Amerikaner deutlich über dem Durchschnittsalter eines Profis im ersten Jahr. Für ihn war es wichtig, das Studium an der Cal State Polytechnic University (Thema Bewegungswissenschaft) abzuschließen, bevor seine Profikarriere begann. „Ich habe noch ein Jahr drangehängt, um mir eine Absicherung zu schaffen. Man kann das Ziel schnell aus den Augen verlieren und ich möchte langfristig im Sport tätig sein“, sagt der Musel-Pikes-Aufbauspieler. Wie für viele andere war Covid ein Grund, die Reise Richtung Europa nicht sofort anzutreten, er besorgte sich einen Job und hielt sich fit. Dann kam der Anruf aus Deutschland. Die Dragons Rhöndorf (ProB) hatten Interesse an dem gebürtigen Kalifornier, aber wie sich herausstellen sollte, war sein Engagement dort nur von kurzer Dauer. „Es war ein Missverständnis. Sie hatten zu viel ausländische Spieler verpflichtet und nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen habe ich Ende Oktober den Verein verlassen.“ Somit ist Christmas seit November 2021 in Luxemburg, nach verschiedenen Behördengängen wurde ihm im Januar die Spielerlaubnis erteilt.