Tennis
Chris Rodesch scheidet bei den Australian Open aus
Die Australian Open enden für Chris Rodesch in der zweiten Qualifikationsrunde. Der Luxemburger musste sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch dem Spanier Rafael Jodar mit 6:7 (10:12), 3:6 geschlagen geben.
Chris Rodesch verpasst den erhofften Einzug ins Hauptfeld Foto: Editpress/Vincent Lescaut
Nach einer Stunde und 39 Minuten war das Aus von Chris Rodesch beim ersten Grand Slam des Jahres besiegelt: Rafael Jodar verwandelte seinen ersten Matchball und beendete damit die Australian-Open-Reise des Luxemburgers. Viel Zeit zum Hadern ließ sich der 24-Jährige jedoch nicht. Schon wenige Stunden später richtete Rodesch den Blick nach vorne und nahm von seinem Saisonstart Down Under vor allem positive Eindrücke mit. „Ich fühle mich körperlich gut und auf dem Platz wohl. Wenn ich auf mein aktuelles Niveau schaue, kann es eine extrem coole Saison werden“, so der 24-Jährige. „Am Ende sind es natürlich die Ergebnisse, die zählen.“
Gegen Jodar lieferte sich Rodesch vor allem im ersten Satz ein hochklassiges und spektakuläres Match. „Wir haben auf Top-50-Level gespielt. Wir haben uns nichts geschenkt und waren beide mental sehr stark.“ Das bestätigte auch der Spielstand. Der erste Satz wurde erst im Tiebreak entschieden. In diesem erwischte Rodesch zunächst den besseren Start und setzte sich mit 4:1 ab. Beim Stand von 6:5, 8:7 und 9:8 erspielte er sich sogar drei Satzbälle – am Ende gewann jedoch Jodar die entscheidenden Punkte (12:10) und sicherte sich den ersten Durchgang.
Chancen nicht genutzt
„Leider habe ich die Chancen, die sich mir boten, nicht gut genug genutzt. Ich habe bei einem Satzball einen Doppelfehler gemacht und bei einem weiteren Satzball einen Rückhandfehler ins Netz. Die beiden Momente, in denen ich ein ‚Opening‘ hatte, habe ich leider in den Sand gesetzt“, so Rodesch.
Sein Gegner, der in der aktuellen ATP-Weltrangliste auf Rang 150 geführt wird und damit 58 Plätze vor dem Luxemburger (ATP 208) liegt, nahm die Euphorie dann mit in den zweiten Satz. Der spanische Shootingstar brachte sein erstes Aufschlagspiel durch und nahm Rodesch anschließend den Service ab. Nach einem weiteren souveränen Aufschlagspiel zog Jodar auf 3:0 davon. In der Folge ließen beide Spieler kein Break mehr zu, sodass sich Rodesch nach 1:39 Stunden schließlich in der zweiten Qualifikationsrunde mit 6:7 (10:12), 3:6 geschlagen geben musste.
Wenn ich auf mein aktuelles Niveau schaue, kann es eine extrem coole Saison werden
„Ich habe insgesamt in Australien ein gutes Niveau gespielt“, so das Fazit von Rodesch, der vor den Australian Open bereits ein Challenger-Turnier in Canberra bestritt. „Ich hoffe, dass ich das Niveau jetzt halten kann, damit auch die Ergebnisse kommen. Irgenwann werde ich dann auch belohnt.“
Für ihn geht es bereits ab der kommenden Woche mit zwei ATP-Challenger-Turnieren in Lissabon (POR) weiter, ehe er am 7. und 8. Februar mit der luxemburgischen Nationalmannschaft zu Hause im Davis Cup auf die Ukraine trifft.