Volleyball

Challenge Cup: Lehrstunde für Lorentzweiler in Bukarest

Der VC Lorentzweiler ist im Challenge Cup ausgeschieden. Nach einer 0:3-Heimniederlage verlor das Team auch in Bukarest mit 3:0. 

Chris Zuidberg steuerte in Bukarest zwölf Punkte bei

Chris Zuidberg steuerte in Bukarest zwölf Punkte bei Foto: VC Lorentzweiler

Die Unterkunft in Bukarest war gut, das Hotel verfügte über einen gut ausgestatteten Kraftraum, den der Lorentzweiler Trainer Serge Karier am Dienstag zeitweise belegte, um seine Spieler zu beschäftigen. Die Armeehalle war relativ klein, aber ebenfalls gut ausgestattet. Die elf mitgereisten Spieler, alle im Vollbesitz ihrer Kräfte, freuten sich auf das Rückspiel im CEV Challenge Cup bei Steaua Bukarest. Die Mannschaft vom Hinspiel hatte sich ein wenig verändert: Nelson Loyola hatte inzwischen die Freigabe vom kubanischen Verband erhalten, doch Vladimir Deinega und Radoslaw Rzymianski mussten diesmal berufsbedingt passen.

Vor nur wenigen Zuschauern – die Lorentzweiler Fans waren gefühlt in der Mehrheit – präsentierte sich Steaua doch viel stärker und konstanter als vor einer Woche. Der Coach setzte diesmal auf seinen ersten Sechser und dieser ließ Lorentzweiler nur wenig Chancen, sich gut in Szene zu setzen. Vor allem Cherbeleata griff aus allen Lagen an und schuf immer wieder Probleme für die Lorentzweiler Verteidigung. Schon im letzten Training war aufgefallen, dass die Halle nicht leicht zu spielen war. „Die übergroßen Wandbilder stören unsere Annahme doch stark, man findet keine Orientierungspunkte“, so der Libero Philippe Glesener. Und dies bestätigte sich über weite Strecken. Adri Arapi versuchte zwar, sein Zuspiel zu variieren, doch vergaß er dabei allzu oft seinen besten Angreifer Chris Zuidberg. Dessen Punkte sollten dann über zwei Sätze fehlen.

Der Trainer versuchte es mit vielen verschiedenen Aufstellungen, fand aber erst im dritten Satz eine Lösung. Bis dahin hatte Lorentzweiler mit angezogener Handbremse gespielt, wohl auch bedingt durch die doch klasse Leistung des Gegners. Neben Cherbeleata wusste auch der Pole Wiese sich immer wieder einzubringen. Als dann im dritten Satz die Lorentzweiler Mannschaft endlich erwachte und immer mehr riskierte, konnte sie doch recht gut mithalten. Vor allem Zuidberg lief nun zu einer überragenden Form auf (sieben Punkte).

Steaua tat sich nun recht schwer, seine Übermacht noch zu zeigen. Erst eine Auszeit des Trainers rüttelte das rumänische Team wieder wach und der dritte Satz ging mit einem Ass von Wiese auch an den Favoriten. Im dritten Satz hatte man noch einmal gezeigt, dass man, mindestens über einen Satz, durchaus mit einer Profimannschaft mithalten kann. „Wir haben heute teilweise sehr unglücklich gespielt, waren auch öfters zu spät dran, aber beides ist sicher dadurch bedingt, dass der Gegner ganz anders aufgetreten ist als im Hinspiel. Als wir alle Vorgaben über Bord warfen und totales Risiko gingen, war das Spiel ausgeglichener“, kommentierte Karier nach dem Spiel. „Nun heißt es wieder in den Alltag zurückzukehren und uns auf das Pokalspiel gegen Amber/Lënster am Samstag zu konzentrieren.“

Statistik

Steaua - Lorentzweiler 3:0 (25:14, 25:15, 25:20)
Bukarest:
Cherbeleata (17), Dimitru (1), Iftime (3), Krajcovic (8), Sobala (7), Wiese (16), Libero: Kroiss, Plaun, Auswechselspieler: Wildman (5); 17 Mannschaftsfehler
Lorentzweiler: Arapi (3), Mexson (3), Loyola (3), Zuidberg (12), Pavelka (6), Sonnet (1), Libero: Glesener, Auswechselspieler: Hilbert (4), Silvestre, Engeldinger; 17 Mannschaftsfehler

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