Special Olympics
Beim Young Athletes Day standen Spaß und Freude im Mittelpunkt
Am Mittwoch hatte die Arena der Coque ganz besondere Gäste zu Besuch. Dort, wo sich normalerweise nationale und internationale Spitzensportler in ihren jeweiligen Disziplinen messen, erlebten Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Kompetenzzentren des Landes ihre ersten sportlichen Momente.
Die vielen Teilnehmer hatte eine Menge Spaß Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Für den Organisator dieses Bewegungstages ist es eine Art „Back to the roots“. Denn die Alpaps, so die ursprüngliche Bezeichnung von Special Olympics Luxemburg, entstand Ende der 1970er-Jahre, indem sie mit behinderten Schülern der EDIFF – dem heutigen CDI – arbeitete.
Im Laufe der Entwicklung geriet diese Zielgruppe aus organisatorischen Gründen etwas in den Hintergrund. Erst 1997 wurde die Idee wieder aufgegriffen, und die ersten drei Auflagen des „Young Athletes Day“ fanden in Ettelbrück statt.
Nach der Corona-Pandemie erfolgte 2024 ein zweiter Start in der Coque, und die Veranstaltung entwickelte sich schnell zu einer echten Erfolgsgeschichte. Die Zahl der Teilnehmer sowie der verschiedenen Kompetenzzentren nimmt stetig zu, wie Simone Haan, Technische Direktorin von Special Olympics Luxembourg, bestätigte. „Diesmal sind 152 Kinder aus Warken, Belval, Clerf, Luxemburg, Echternach und Berchem dabei. Die Grundidee dieser Veranstaltung ist es, Kindern mit einer geistigen Behinderung einen angenehmen Sporttag zu ermöglichen, bei dem die Freude und der Spaß an der Bewegung im Mittelpunkt stehen.“
152 Kinder
Nach der Aufwärmphase, gestaltet von 55 Schülern des „Sportlycée“, stand eine ganze Palette an Angeboten zur Auswahl. Das gesamte Event stand unter dem Motto „Ostern und Frühjahr“, sodass der Hindernisparcours zum Hoppel-Parcours, das Jonglieren zum Eier-Transport und der Mini-Speerwurf zum Möhren-Weitwurf wurde.
Insgesamt standen 14 verschiedene Stationen in den Kategorien Werfen, Springen, Laufen und Koordination zur Verfügung, ergänzt durch zwei ruhigere Bereiche.
Die Begeisterung erfasste nicht nur die teilnehmenden Kinder mit intellektueller oder mehrfacher Beeinträchtigung, sondern auch die Ehrengäste: Sportministerin Martine Hansen (CSV) und Familienminister Max Hahn (DP), die sich aktiv an den Bewegungsangeboten beteiligten.
Neben dem eigens angefertigten T-Shirt erhielten alle Teilnehmer zum Abschluss eine weitere Belohnung in Form einer Medaille. „Ziel ist es, dass die Kinder bei uns bleiben“, erklärte Simone Haan abschließend. „Deshalb haben wir im Anschluss an den Young Athletes Day ein Kindertraining ins Leben gerufen. Je nach Interesse und Veranlagung leiten wir sie dann von dort aus weiter – etwa zum Fußball, Basketball oder zur Leichtathletik.“
Der Sporttag in der Coque kann somit der Beginn einer langfristigen sportlichen Entwicklung sein.