Enovos League Herren

Bei der Amicale Steinsel bleiben auch in der Post-Melcher-Ära die Ziele unverändert 

Die Amicale Steinsel scheiterte in der vergangenen Saison im Halbfinale und verpasste so die Titelverteidigung. Nun soll der Weg zurück an die Spitze gelingen. Mit dem Abschied von Klubikone Bobby Melcher endet zwar eine Ära, doch mit neuen Impulsen und bekannten Gesichtern geht der Dorfverein in die neue Saison.

Vordere Reihe (v.l.n.r.): Kelvin Almeida, Scott Morton, Sean Bugeja, Antoine Medeot, Jules Reuter; hintere Reihe (v.l.n.r.): Sam Welter (Assistant-Coach), Ivor Kuresevic, Steve Hottier (Physiotherapeut), Bob Rech, Malcolm Richardson, Landon Wohl, Neal Keup, Alex Laurent, Ashton Sherrell, Noah Medeot, Daniel Brandao (Coach)

Vordere Reihe (v.l.n.r.): Kelvin Almeida, Scott Morton, Sean Bugeja, Antoine Medeot, Jules Reuter; hintere Reihe (v.l.n.r.): Sam Welter (Assistant-Coach), Ivor Kuresevic, Steve Hottier (Physiotherapeut), Bob Rech, Malcolm Richardson, Landon Wohl, Neal Keup, Alex Laurent, Ashton Sherrell, Noah Medeot, Daniel Brandao (Coach) Foto: Amicale Steinsel/Seini Jonsson

Vorbereitung

Trainer Daniel Brandão blickt auf intensive Wochen zurück. Unter anderem, weil der zweite US-Amerikaner Ashton Sherrell erst zwei Wochen nach Beginn der Preseason zum Team stieß. Was zudem schwer wiegt, ist das Karriereende von Bobby Melcher. Dies machte eine Neuordnung im Kader nötig. „Wir haben auf seiner Position einen US-Amerikaner verpflichtet und die Rollen beider Importspieler neu verteilt“, erklärt Brandão. Kapitän Noah Medeot macht deutlich, dass die Mannschaft Zeit braucht, um sich auf die Veränderungen einzustellen: „Wir haben ein wenig unseren Spielstil verändert, was noch Eingewöhnungszeit benötigt.“ 

Bei der Amicale Steinsel bleiben auch in der Post-Melcher-Ära die Ziele unverändert 

Gleichzeitig setzt der Verein weiterhin stark auf die Nachwuchsförderung. „Als ich hier angefangen habe, war es unser Ziel, die nächste Generation vorzubereiten und im richtigen Moment einzubauen“, so Brandão. Auch wenn Jugendspieler wie Sean Bugeja, Bob Rech oder Jules Reuter bereits Titel mit den Nachwuchsteams geholt haben, ist das laut Trainer Brandão nicht das eigentliche Ziel. „Der Klub macht einen guten Job in der Jugend. Das Hauptziel der Jugendmannschaften ist jedoch nicht, Titel zu gewinnen, sondern Spieler für die erste Mannschaft vorzubereiten. Wir haben drei, vier Spieler, die ihre Chance bekommen könnten, wenn Mentalität, Leistung und Qualität stimmen.“

Erwartungen

Die Ambitionen sind, trotz einiger Veränderungen, klar definiert. „Die genauen Ziele werden wir intern als Team besprechen. Ich glaube, in die Top vier zu kommen ist ein Ziel für uns“, so der portugiesische Trainer. Für Medeot kommt nur eines in Frage: „Die Ziele bleiben unverändert, auch wenn einige Spieler nicht mehr dabei sind. Wir wollen Meister werden und wenn möglich auch den Pokal holen.“

Stützen kann sich die Amicale dabei weiterhin auf eine eingespielte Achse: Alex Laurent, Jonas Theisen, Scott Morton und Noah Medeot sind geblieben, dazu kommt die Rückkehr von Antoine Medeot. Diese Mischung aus Kontinuität, Erfahrung und neuer Energie soll dafür sorgen, dass Steinsel erneut zu den besten Mannschaften des Landes gehört.

Tipp

Steinsel hat die Veränderungen nach dem Karriereende von Bobby Melcher genutzt, um sich neu aufzustellen. Mit den beiden US-Amerikanern Sherrell und Richardson, der Erfahrung von Laurent, Theisen und Morton sowie den Brüdern Noah und Antoine Medeot verfügt die Mannschaft über ein breites Fundament. Ergänzt durch Talente aus der eigenen Jugend steht ein ausgewogener Kader bereit, der in Luxemburg oben mitspielen kann. Ein Platz in den Top vier ist realistisch und die Qualität im Team könnte sogar für mehr reichen. (LR)

Wir haben ein wenig unseren Spielstil verändert, was noch Eingewöhnungszeit benötigt

Noah Medeot

3 Fragen an Antoine Medeot

 

  Foto: Amicale Steinsel/Steini Jonsson

War für Sie nach der letzten Saison sofort klar, nach Steinsel zurückzukehren?
Von Anfang an hatte ich eine Vorahnung. Zwar zeigten auch andere Teams Interesse, doch nach Gesprächen mit dem Coach und einigen Nächten zum Nachdenken fiel die Entscheidung schnell: zurück zu meinem Jugendverein.

Wie fühlt es sich an, wieder mit Ihrem Bruder zusammen auf dem Feld zu stehen?
Es ist richtig schön. Noah ist ein Spaßvogel und zugleich ein starker Leader, der das Team motiviert und das Beste aus jedem holt. Für mich ist es eine Ehre, wieder mit meinem Bruder zu spielen, und das gibt zusätzliche Motivation.

Mit welchen Zielen gehen Sie in die Saison mit der Amicale?
Ich möchte so viel wie möglich lernen, von den erfahrenen Spielern, dem Trainerteam und auch den jungen Spielern. Außerdem will ich mein Allround Game verbessern. Das große Ziel ist, Pokal und Meisterschaft zu gewinnen. Limitieren will ich mich nicht, da ich denke, dass wir alle Mittel dazu haben. (LR)

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