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Bayern mit Kane in „Crunchtime“ – BVB-Albtraum als Warnung
Für den FC Bayern geht‘s in der Königsklasse richtig los. Ohne Kapitän Neuer, dafür wieder mit Torjäger Kane. Vorsicht: Gegner Bergamo erwies sich nicht nur gegen Dortmund als Deutschland-Schreck.
Nach kurzer Verletzungspause wieder an Bord: Stürmer Harry Kane Foto: AFP
Harry Kane konnte das erste K.o.-Duell des FC Bayern in der superwichtigen Champions League kaum erwarten. Der lächelnde Torjäger schritt als erster Münchner Feldspieler beim Abschlusstraining mit einem Ball am Fuß auf den Rasen und zeigte sich nach seinen Wadenproblemen bereit für die Kraftprobe mit Dortmund-Bezwinger Atalanta Bergamo.
Die Rückkehr des Stürmerstars verstärkt die Zuversicht von Trainer Vincent Kompany – trotz des Ausfalls von Kapitän Manuel Neuer. Als Vertreter des verletzten Torwart-Routiniers freute sich Jonas Urbig vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Münchner schon auf die „kommende heiße Phase“.
Am Dienstag (21.00 Uhr) strebt der deutsche Fußball-Rekordmeister einen erfolgreichen Start in die Alles-oder-nichts-Spiele an. Und das an dem Ort, den Dortmunds Profis gerade erst nach einem 1:4 reichlich ramponiert verließen. „Ich kann auch nur das Spiel gegen den BVB als Benchmark nehmen. Das wird ein sehr hitziges und sehr intensives Spiel werden“, sagte Sportvorstand Max Eberl: „Das wird schon eine große Aufgabe.“
In der Meisterschaft können sich die Bayern angesichts von elf Punkten Vorsprung bei noch neun verbleibenden Ligaspielen den Titel nur noch selbst vermasseln. Im DFB-Pokal fehlt noch ein Sieg in Leverkusen am 22. April zur erstmaligen Finalreise seit 2020 nach Berlin. Und in der Champions League? Gegen den Tabellensiebten der Serie A soll eine Woche vor dem Rückspiel in München der Start in die entscheidende Saisonphase glücken.
„Jetzt kommt die Crunchtime“, frohlockte Jamal Musiala, der nach schwerer Verletzung beim Tor-Comeback in der Bundesliga aufsteigende Form dokumentierte. „Egal, wer auf dem Platz ist, muss Vollgas und Energie geben.“
Vor zwei Jahren präsentierte sich das Team aus der Lombardei gegen die seinerzeit fast unschlagbaren Leverkusener durch ein 3:0 im Europa-League-Finale schon einmal als Deutschland-Schreck. Der frühere Bayer-Abwehrchef Jonathan Tah erinnert sich nicht gerne daran. „Das ist ein guter Gegner. Sie spielen intensiven Fußball“, sagte der Nationalspieler. Atalanta gewann seit Anfang 2024 vier von fünf Begegnungen gegen Mannschaften aus Deutschland. Andererseits sind die Münchner in vier der vergangenen fünf K.o.-Duelle gegen Serie-A-Teams weitergekommen.
Die Zuschauer dürfen sich demnach auf eine spannende Auseinandersetzung freuen.