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Amstel Gold Race am Sonntag: Evenepoel großer Favorit – mit Geniets und Jungels

Am Sonntag findet die 60. Ausgabe des Amstel Gold Race statt. 20 Jahre nach dem einzigen Sieg eines Luxemburgers durch Fränk Schleck repräsentieren Bob Jungels und Kevin Geniets die rot-weiß-blaue Flagge. Großer Favorit ist Remco Evenepoel.

Kevin Geniets beim Start des Amstel Gold Race 2023, 16. Platz, bereitet sich auf vierten Rennstart 2024 vor

Kevin Geniets (links) wird am Sonntag zum vierten Mal beim Amstel Gold Race starten. 2023 wurde er 16. Foto: X/Groupama-FDJ

Es ist eine kleine Jubiläumsausgabe, die in diesem Jahr ausgetragen wird: zum 60. Mal findet das Amstel Gold Race statt, zudem ist es ein kleines Jubiläum auch für Luxemburg: Es ist genau 20 Jahre her, dass mit Fränk Schleck der bislang einzige einheimische Fahrer das Rennen mit der Ankunft in Valkenburg gewann. 2008 wurde er hinter dem Italiener Damiano Cunego Zweiter – es sind die einzigen Podestplatzierungen für Luxemburg bei diesem Ardennen-Klassiker.

Dass sich das in diesem Jahr ändert, ist sehr unwahrscheinlich. Mit Kevin Geniets geht ein Luxemburger an den Start, der am Freitag bei der Flèche Brabançonne noch 24. wurde, mit der ersten Gruppe ins Ziel fuhr und eine gute Form zeigte. Während er bei dem belgischen Rennen genau wie am Sonntag etwas mehr Freiheiten genießt, wird er bei den kommenden Ardennen-Klassikern, der Flèche Wallonne am Mittwoch und Liège-Bastogne-Liège am Sonntag für Leader Romain Grégoire arbeiten. Für Geniets wird es der vierte Start beim Amstel Gold Race sein, 2023 fuhr er auf Platz 16. Zuletzt musste der 29-Jährige die Baskenland-Rundfahrt wegen Problemen mit Pollen auf Etappe vier aufgeben.

Skjelmose als Titelverteidiger

Mit Grégoire hat Groupama-FDJ einen starken Fahrer am Start, doch zu den absoluten Topfavoriten gehört die französische Mannschaft nicht. Eine Rolle als Geheimfavoriten nehmen auch Ineos Grenadiers mit Bob Jungels ein. Der 33-Jährige ist einer der erfahrensten Fahrer im Peloton am Sonntag: Acht Mal nahm er bereits am Amstel Gold Race teil, 2015 erreichte er mit Rang 33 sein bestes Resultat. Diese Erfahrung könnte seinem Team durchaus helfen, mit Kevin Vauquelin und Axel Laurance geht Ineos mit einer Doppelspitze ins Rennen.

Im Fokus steht vor allem Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe), der im vergangenen Jahr Dritter wurde. 2025 gewann Matias Skjelmose (Lidl-Trek) im Zielsprint vor Tadej Pogacar (UAE) und dem Belgier. Pogacar startet zwar erst bei Liège-Bastogne-Liège, doch Skjelmose gehört hinter Evenepoel zu den größten Favoriten am Sonntag.

Auch Ben Healy (EF Education-EasyPost), Zweiter von 2023 hinter Pogacar, oder die Doppelspitze von Bahrain Victorious mit Pello Bilbao und Matej Mohoric können sich durchaus Siegchancen ausrechnen. Mit dabei ist höchstwahrscheinlich auch Thomas Pidcock (Q36.5), der bei der Katalonien-Rundfahrt schwer stürzte. Ob er am Sonntagmorgen auf der fixen Startliste stehen wird, war am Freitag noch offen. Offen ist somit auch, in welcher Form sich der Brite befindet.

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