Luxemburg in Scherben

„déi jonk gréng“ prangern unfaire Rentenpläne an und fordern mehr Generationengerechtigkeit

Pensionsreform in Luxemburg: Junge müssen länger arbeiten, um die Renten Älterer zu sichern – „déi jonk gréng“ kritisieren fehlende Generationengerechtigkeit und warnen vor sozialen Ungleichheiten.

„déi jonk gréng“ teilen in ihrer Pressemitteilung hart gegen Luc Frieden und ältere Menschen aus

„déi jonk gréng“ teilen in ihrer Pressemitteilung hart gegen Luc Frieden und ältere Menschen aus Foto: Jens Schlueter/ddp/dapd

Noch immer ist Premierminister Luc Friedens (CSV) Rede zur Lage der Nation in aller Munde. Neben der regulären Kritik der politischen Opposition sorgten besonders die ersten Details zur lange erwarteten Pensionsreform für Kopfschütteln. Auch „déi jonk gréng“ sparen in ihrer Pressemitteilung vom Freitagabend nicht an Kritik: „Déi Jonk ginn ausgenotzt, fir dass déi Al weiderhin op Pomp am Floribus liewe kënnen“. Die angekündigten Reformen würden nämlich für Personen, die derzeit weniger als 45 Jahre alt sind, bedeuten, dass sie einige Jahre länger arbeiten müssen, als das bisher der Fall war.

Als die CSV-DP-Regierung die Rentendebatte angestoßen habe, hätte sie behauptet, dass die Generationengerechtigkeit ein wichtiges Element der Reform darstellen würde. Davon würde man in den aktuellen Plänen allerdings nichts sehen, schreiben „déi jonk gréng“. Die Renten würden als Generationenvertrag bezeichnet werden, weil junge Menschen mit ihrem Gehalt die Renten der Älteren finanzieren würden. Und dies sei auch gerecht so – aber nur solange die Jungen etwas zurückbekommen würden, auf dem sie aufbauen können, selbst Vermögen aufbauen, zu erschwinglichen Preisen wohnen, soziale Gerechtigkeit genießen und eine intakte Umwelt wiederfinden können.

Doch: „Sobald wir, die (noch) jungen Menschen, drankommen, erben wir ein Luxemburg, das in Scherben liegt“, meinen „déi jonk gréng“. Vieles müssten die jungen Menschen in einem schlechten Zustand übernehmen – um den Reichtum der Älteren zu garantieren, die ohnehin nicht mehr auf dieser Welt verweilen, wenn der Scherbenhaufen nicht mehr lebenswert ist. Anders als „CEO Luc“ weismachen wolle, seien fünf zusätzliche Jahre im Berufsleben „für junge Leute ohne Vermögensperspektive, die sich gesundheitlich und körperlich kaputt arbeiten“, eine „schreckliche“ Sache.

Demnach fordern „déi jonk gréng“, dass die Beitragsjahre nicht gehoben und die Steuereinnahmen aus der CO2-Steuer, wie ursprünglich vorgesehen, für Klima- und Umweltschutz genutzt werden. (WiR)

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