Video-Tripartite
Zusicherungen für Betriebe und Personal: Die Krise eint die Sozialpartner
Für eine Tripartite sei jetzt nicht der Moment, so hatte Staatsminister Bettel den Vorschlag des OGBL abgelehnt, einem Treffen von Sozialpartnern und Regierung vorzusitzen. Die Tür von Arbeitsminister Dan Kersch sei aber geöffnet, hatte er hinzugefügt und so organisierte Kersch am Dienstagnachmittag eine Video-Tripartite, die Arbeitsministerium, OGBL und LCGB sowie die Arbeitgeberorganisation UEL an einen virtuellen Tisch brachte.
Arbeitsminister Dan Kersch leitete die Video-Tripartite am Dienstag Foto: Editpress
Bei der Tripartite handelt es sich um ein Kriseninstrument, das in den Siebzigern im Rahmen der Stahlkrise ins Leben gerufen wurde, um bei wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Fragen einen Konsens zwischen Regierung und Sozialpartnern zum Wohl des Landes zu finden. Dies war denn auch die Motivation von Nora Back, Präsidentin des OGBL und der Arbeitnehmerkammer, ein solches Treffen anzuregen. Wann, wenn nicht jetzt, hatte sie gefragt, sollte ein solches Kriseninstrument Sinn haben. Und die UEL-Vertreter waren ebenfalls schnell bereit, an dem Treffen teilzunehmen, bei dem es – so viel war bereits im Vorfeld klargemacht worden – nicht darum gehen sollte, Verhandlungen zu führen.