Vorschläge der CSL
Zu viel Baugrund in zu wenigen Händen: Die Reichen und die Wohnungsnot
Immobilienpreise, die sich während eines Jahres um ganze 11 Prozent verteuert haben, 6.000 bis 8.000 fehlende neu gebaute Wohnungen pro Jahr, explodierende Mieten … Mittlerweile ist die Tatsache im allgemeinen und im Politikerbewusstsein angekommen, dass in Luxemburg eine reale Wohnungskrise besteht. Die „Chambre des salariés“ (CSL), die sich seit ihrer neuen Zusammensetzung intensiv mit der Problematik beschäftigte, hat nun eine Bestandsaufnahme und Lösungsvorschläge vorgelegt.
CSL-Direktor Sylvain Hoffmann und die Präsidentin Nora Back Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Die Preisentwicklung überragt dabei die Entwicklung der Löhne und die der Inflation um ein Vielfaches, die Immobilienpreise und die Mieten nehmen also einen immer größer werdenden Anteil an den Ausgaben der Haushalte ein. Doch nicht alle leiden unter dieser Entwicklung: So sind 2.144 Hektar des zur Verfügung stehenden Baugeländes (2.959 Hektar) in der Hand von Privatpersonen, das sind 72,5 Prozent. Hierauf könnten bis zu 80.000 Wohnungen entstehen.