Nach Tageblatt-Recherche

Yuriko Backes liefert neue Einblicke zur Causa Centre LGBTIQ Cigale

Schlechtes Arbeitsklima, mögliche Interessenskonflikte und Verstrickungen: Das Centre LGBTIQ Cigale sorgte im Februar für Aufsehen. Die Gleichstellungskommission am Montag liefert jetzt neue Einblicke.

Blick auf das Centre LGBTIQ+ Cigale mit Menschen und Symbolen für LGBTIQ+ Rechte und Gemeinschaft

Mit Blick auf das „Centre LGBTIQ+ Cigale“ drängen sich in letzter Zeit Fragen auf Foto: Editpress/Julien Garroy

Am Ende der Kommissionssitzung am Montag bat Joëlle Welfring die Ministerin Yuriko Backes zu einer Stellungnahme zur Causa Centre LGBTIQ Cigale. Jenes unterhält eine Konvention mit dem MEGA. Das Tageblatt berichtete im Februar unter anderem über mögliche Interessenskonflikte. „Wir hatten nach der Publikation des Artikels ein ausführliches Gespräch mit der Präsidentin des Verwaltungsrats“, leitete Backes ihren Beitrag ein. „Unsere Fragen wurden beantwortet. Ehrlichkeit und Transparenz sind uns wichtig, genauso wie eine gute Führung.“

Über toxische Arbeitsbedingungen könne sie sich nicht äußern – das MEGA habe keine offiziellen Beschwerden erhalten. Zu den möglichen Interessenskonflikten, die das Tageblatt besprach, teilte Backes hingegen neue Informationen. Worum es geht: Die aktuelle Verwaltungsratspräsidentin und ihre Ehefrau, die seit 2024 im Cigale arbeitet, besitzen die Kommunikationsagentur Charo Agency. Diese erhielt diverse Aufträge vom Cigale. Nachdem die Frauen ihre Ämter im Cigale übernahmen, flossen keine Gelder mehr in die Firma, aber: 2023 schloss die Agentur einen Untermietvertrag mit dem Cigale ab – sie teilten sich bis vor Kurzem dieselbe Adresse. Das MEGA wusste davon nichts. „Wir hätten das nicht gutgeheißen“, so Backes. Doch jetzt zur News – die Adresse wurde inzwischen geändert.

Zur familiären Verbindung zwischen den Frauen sagte Backes: „Der Einstellungsprozess ist korrekt verlaufen. Ich persönlich würde solche Konstellationen vermeiden, illegal sind sie aber nicht.“ Diesen Monat fände ein weiterer Austausch mit den Verantwortlichen statt, um die Führung zu stärken „ohne die Autonomie einzuschränken“ – und das Cigale bleibe eine wichtige Partnerorganisation für das MEGA.

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