Bildung

Wissenschaftlichkeit und falsche Zahlen: Meisch trägt bei Polemik um Ministeriumsbericht dick auf

Die Polemik um die Wissenschaftlichkeit eines Berichtes des Bildungsministeriums und um mutmaßlich falsche Zahlen zu positiven Fällen und Infektionsketten in den Schulen geht in die nächste Runde. Bildungsminister Claude Meisch zeigt sich nun besorgt darüber, dass infolge eines „Wort“-Artikels die Integrität öffentlicher Verwaltungen in dieser Krisensituation unbegründet infrage gestellt würde. Auslöser war besagter Artikel, der laut Meisch für Verwirrung in der Öffentlichkeit gesorgt haben soll.

Bildungs- und Hochschulminister Claude Meisch hat in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage einen ungewohnt scharfen Ton aufgesetzt und spart nicht mit Kritik an einem Artikel vom „Wort“

Bildungs- und Hochschulminister Claude Meisch hat in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage einen ungewohnt scharfen Ton aufgesetzt und spart nicht mit Kritik an einem Artikel vom „Wort“ Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Eine der Rollen, die Journalisten haben, ist es, Behörden und Politikern genau auf die Finger zu schauen und alles, was sie tun, grundsätzlich zu hinterfragen. Es ist ihre Aufgabe und Pflicht. So geschah es auch in einem Artikel des Wort mit dem Titel „Zweifelhafter Bericht zur Infektionslage in den Schulen“ (Online-Version vom 24. November). In diesem Artikel wird die Wissenschaftlichkeit eines Analyseberichts des Menje („Ministère de l’Education nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse“) infrage gestellt. Bildungsminister Claude Meisch hatte diesen Bericht – „Rapport d’analyse sur la situation de la Covid-19 dans les établissements scolaires du 15 septembre au 1er novembre 2020“ am 12. November auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Darin werden die Infektionszahlen im Zeitrahmen vom 15. September bis zum 1. November analysiert. Laut Wort sei die Vorgehensweise, wie der Bericht zustande kam, „bedenklich“. Der Zeitung zufolge sollen weder Wissenschaftler noch die „Santé“ an dem Bericht mitgewirkt haben, sondern ausschließlich Beamte des Bildungsministeriums, darunter einige mit „wissenschaftlichem Hintergrund“. Die „Santé“ soll lediglich die Rohdaten geliefert haben.

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