Nach dem „KI-Dësch“ in Senningen
„Wir sehen alle die Möglichkeiten und wir haben alle ein bisschen Angst“
Nach dem „KI-Dësch“ in Senningen sprechen alle Teilnehmer von konstruktiven Gesprächen und gemeinsamen Zielen. Konkrete Maßnahmen für den Arbeitsmarkt gibt es keine, zunächst soll eine Studie Bedarf und Situationen in den einzelnen Sektoren klären.
Alle an einem Tisch: Vertreter der Regierung, der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände beraten auf Schloss Senningen über KI Foto: SIP/Claude Piscitelli
Eine Tripartite will Premierminister Luc Frieden (CSV) die Versammlung nicht mehr nennen. Stattdessen spricht er am Donnerstagnachmittag nach dem Treffen von Regierung, Gewerkschaften und Patronat auf Schloss Senningen von einem „Dreier-Format“ – das Luxemburger Modell für Diskussion, wenn große Fragen auf das Land zukommen, so Frieden.
Nach dem „KI-Dësch“ in Senningen sprechen alle Teilnehmer von konstruktiven Gesprächen und gemeinsamen Zielen. KI müsse im Dienst des Menschen stehen, da seien sich alle drei Partner einig, so der Premier. Marc Lauer, Präsident des Verbands der Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften (ACA), betont nach der Versammlung, angesichts der Herausforderung KI müsse man zuerst darüber sprechen, was einen verbinde, und nicht, was einen trenne. „Wir sehen alle die Möglichkeiten und wir alle haben ein bisschen Angst“, so Lauer. Konkret bedeutet das aus Sicht der Unternehmen: Die Chance, produktiv und kompetitiv im internationalen Vergleich zu bleiben. Und die Angst, als kleines Luxemburg nicht im internationalen KI-Wettbewerb mithalten zu können, wenn man nicht seine Ressourcen bündelt. Welche Ambitionen das Großherzogtum hegt, macht der Premier an diesem Donnerstag noch einmal deutlich: „Diese Regierung will, dass wir im ersten Waggon des Zuges sitzen.“ Man wolle die Adoption von KI leiten und steuern.