Pandemie
„Wir behandeln nur die Symptome“: Keine dramatische Zunahme von Long-Covid-Fällen erwartet
Wer eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat, ist nicht unbedingt auf der sicheren Seite. Die Langzeitfolgen der heimtückischen Viruserkrankung sind als Long Covid bekannt. Noch Monate nach ihrer Infektion und Erkrankung leiden die Betroffenen unter den verschiedensten Beschwerden. Sie werden interdisziplinär betreut. Eine Explosion von Long-Covid-Fällen wird trotz hoher Infektionszahlen nicht erwartet. Von August 2021 bis Januar 2022 wurden 443 Long-Covid-Patienten verzeichnet.
Insgesamt gebe es zweihundert Krankheitsbilder für Long Covid, sagt Dr. Gaston Schütz Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Seit Mitte letzten Jahres lief das Pilotprojekt Long Covid, an dem die Abteilung für Infektionskrankheiten des CHL, das Rehazentrum auf Kirchberg, das Kurzentrum in Mondorf und etwas später auch das Ettelbrücker CHNP beteiligt sind. Aufbauend auf den bisher gemachten Erfahrungen soll das Vorhaben weitergeführt werden. Für das Pilotprojekt waren ursprünglich rund 1,2 Millionen Euro bereitgestellt worden, so Jean-Paul Freichel, Regierungskommissar für das Spitalwesen, am Donnerstag (3. Februar). Damit wurden Ausrüstungen und rund ein Dutzend Fachkräfte finanziert. Am Mittwoch beschloss die Gesundheitskasse CNS, das Projekt weiterzuführen und damit auch die anfallenden Behandlungskosten in den Spitälern und anderen Gesundheitsstrukturen zu übernehmen. Bei Unklarheiten springt das Gesundheitsministerium finanziell ein.