Zweiter Tag des Bommeleeër-Prozesses
Wie funktioniert das Gedächtnis – und wann lässt es uns im Stich?
Am zweiten Tag des Gerichtsverfahrens um zahlreiche Falschaussagen von Zeugen im Bommeleeër-Prozess steht die Erinnerung im Vordergrund. Außerdem berichtete der leitende Ermittler der Kriminalpolizei, dass die Aussagen der Angeklagten teils widersprüchlich und teils falsch gewesen seien.
Damals Zeuge, heute angeklagt: Marcel Weydert, hier beim Bommeleeër-Prozess im Januar 2014 Foto: Didier Sylvestre/Editpress-Archiv
Das Lernen, die Lernprozesse und die Lernfähigkeiten vom Schul- bis ins Erwachsenenalter sei ihr Forschungsbereich, aber auch das Gedächtnis und die Erinnerung, erklärte Christine Schilz, Professorin für kognitive Neurowissenschaft an der Universität Luxemburg, die als Expertin in den Zeugenstand gerufen war. Denn um das Gedächtnis und nicht zuletzt um falsche Erinnerung geht es in dem Prozess gegen sechs Angeklagte, denen Falschaussagen im Bommeleeër-Prozess 2014 vorgeworfen werden.