Exklusiv-Interview

Wie deine Line Koks die Umwelt zerstört – Kolumbiens Präsident über Drogenkartelle 

Halb Luxemburg pfeift sich Kokain durch die Nase, will die Umwelt retten – doch kaum jemand weiß, wie viel Schaden das weiße Gold anrichtet. Im Exklusivinterview erzählt Kolumbiens Präsident Iván Duque vom langen Schatten des Drogenbarons Pablo Escobar, der Umweltzerstörungsmaschine Kokain – und wie man indigene Völker für die Corona-Impfung gewinnen kann.

Kolumbiens Präsident Iván Duque polarisiert – so sehr, dass unter anderem auf seinen Hubschrauber geschossen wurde

Kolumbiens Präsident Iván Duque polarisiert – so sehr, dass unter anderem auf seinen Hubschrauber geschossen wurde Foto: Editpress/Hans Lucas/Anouk Flesch

9. Februar 2022, 18.20 Uhr, Hôtel Le Royal Luxembourg: Dezent gekleidete Herren in viel zu eng sitzenden Anzügen tigern mit Knopf im Ohr herum. Trotz der Präsenz kolumbianischer Sicherheitskräfte ist die Atmosphäre entspannt. Auch die Ankunft des Präsidenten in der Lobby verläuft erstaunlich ruhig. Kameras, Handshake mit dem Personal, Ja, Ja, Hallo, Hallo, Danke – und runter in den Konferenzraum „Guillaume“. Ob man schon Platz nehmen könne? Ein leicht entsetzter Blick der Protokolldame: Natürlich nicht, der Präsident müsse zuerst den Raum betreten. Ok, dann halt nicht – oder doch? Das Kabinett des Präsidenten ist schon im Raum, wieso also nicht einfach mal hingehen und ein wenig smalltalken. Es stört sich niemand daran. Auch Duque nicht.

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