40 Jahre Kampf für offene Grenzen

Wie Michel Gloden und Léon Gloden das Erbe von Schengen verteidigen

Vor 40 Jahren versprach Schengen offene Grenzen und ein neues Europa. Heute steht der Ort, der zum Symbol für Reisefreiheit wurde, erneut im Fokus – zwischen Hoffnung und Rückschritt. Als am 14. Juni 1985 fünf Staaten auf dem Schiff „MS Princesse Marie-Astrid“ das Schengener Übereinkommen unterschrieben, war das ein Meilenstein: Schranken fielen, Menschen sollten sich frei bewegen können. Vier Jahrzehnte später geraten diese Errungenschaften ins Wanken. Angesichts von Migration, Sicherheitsdebatten und geopolitischen Spannungen greifen EU-Staaten wieder zu Grenzkontrollen. Luxemburg bleibt davon nicht unberührt. Was ist geblieben vom Geist von Schengen? Ein Gespräch mit zwei Männern, die an vorderster Front mit diesen Fragen konfrontiert sind: Michel Gloden, Bürgermeister von Schengen, und Innenminister Léon Gloden.

Bürgermeister Michel Gloden und Innenminister Léon Gloden: Wie die Cousins gemeinsam das Erbe von Schengen verteidigen

Bürgermeister Michel Gloden und Innenminister Léon Gloden: Wie die Cousins gemeinsam das Erbe von Schengen verteidigen Foto: Editpress/Julien Garroy

Der Ort des Gesprächs – wie könnte es anders sein – ist Schengen. Léon Gloden und Michel Gloden sind nicht nur politisch verbunden, sondern auch familiär: als „kleng Cousinen“. Der eine Bürgermeister, der andere Innenminister. Gemeinsam blicken sie über die Mosel, an der sie aufgewachsen sind. Nach Deutschland zur Linken, nach Frankreich zur Rechten. Regen fällt über das Dreiländereck. Der bunte Schriftzug „Schengen is alive“ trotzt dem Grau.

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