Parlament

Wer bietet mehr? Erneute Debatte über Kaufkraftverlust und explodierende Energiepreise

Die Debatte über die Inflation und insbesondere die Explosion der Energiepreise artete gestern im Parlament in einen Überbietungswettbewerb aus, wie die Kaufkraft denn erhalten werden könnte. Die Mehrheitsparteien listeten bereits ergriffene Maßnahmen auf und baten die Regierung in einer Motion, eine einmalige Hilfe vorzusehen. Was die Regierung gleich mit dem Versprechen quittierte, einen Vorschlag auszuarbeiten.

Die LSAP-Abgeordnete Cécile Hemmen schlug einen einmaligen Energiescheck über mindestens 100 Euro für sämtliche Haushalte vor

Die LSAP-Abgeordnete Cécile Hemmen schlug einen einmaligen Energiescheck über mindestens 100 Euro für sämtliche Haushalte vor Foto: Editpress/Julien Garroy

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres diskutierte das Parlament gestern die Problematik Kaufkraftverlust. Beantragt worden war diese Aktualitätsstunde von Gilles Roth (CSV). Die Energiepreise explodieren und die Regierung schaue zu, so Roths Vorwurf. Dabei wiederhole der Premierminister ständig, man lasse niemanden im Regen stehen. Aber diese Regierung lasse die Menschen in der Kälte sitzen, so Roth und führte mehrere Beispiele an, was die Treibstoffe mehr kosten würden. So sei eine PKW-Tankfüllung Diesel heute 50 Prozent teurer als Ende 2020. Haushalte, die mit Heizöl heizen, müssten für das Befüllen ihres 4.000-Liter-Mazouttanks, statt zuvor 1.824, heute 3.704 Euro blechen.

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