Einwanderungsbetrug

Was wir wissen, was wir vermuten – und was Gloden in der Chamber am Dienstag erklären muss

Am Dienstag stellt sich Innenminister Léon Gloden den Fragen der Innenkommission. Thema: der Einwanderungsbetrug, in den die Generaldirektion für Einwanderung verwickelt ist. Was wissen wir – und was nicht? Was muss der Minister morgen klären? Und welche Baustellen bleiben? Eine Bestandsaufnahme.

Was wir wissen, was wir vermuten – und was Gloden in der Chamber am Dienstag erklären muss

Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Was wir wissen

Die Luxemburger Justiz ermittelt seit Sommer 2023 wegen Korruption, unerlaubter Einflussnahme, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Subventionsbetrug, Schleuserkriminalität und Verstößen gegen das Einwanderungsgesetz. Das mutmaßliche Geschäftsmodell, wie es das Parquet beschreibt: Gegen Bezahlung wurden fiktive Adressen bereitgestellt, deren Eintragung in die kommunalen Register niemand überprüfte. Zusammen mit Scheinarbeitsverträgen, fingierten Schulabschlüssen und gefälschten Sprachzertifikaten erlangten so mehr als 200 Antragsteller aus Drittstaaten Aufenthaltstitel und bezogen anschließend unberechtigt Sozialleistungen. Nach Tageblatt-Informationen kostete eine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis zwischen 2.000 und 3.000 Euro.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Harmonisierung auf nationaler Ebene

Regierungsrat gibt grünes Licht für nationales Bautenreglement