Nach dem Prozess ist vor dem Prozess

Was ist der Stand der Dinge in der Bommeleeër-Affäre? Zwei Anwälte über Luxemburgs „Staatsaffäre“

Das Gerichtsverfahren wegen Falschaussagen im Bommeleeër-Prozess endete mit einer Verurteilung und fünf Freisprüchen – und kommt zum Berufungsverfahren. Ob und wie der eigentliche Prozess weitergeht, ist völlig offen. Die Anwälte Thierry Hirsch und Maximilien Lehnen sprachen mit dem Tageblatt über den Stand der Dinge in der „Staatsaffäre“ und über zahlreiche offene Fragen.

Me Thierry Hirsch und Me Maximilien Lehnen, zwei Anwälte in formeller Kleidung vor neutralem Hintergrund

Me Thierry Hirsch (links) und Me Maximilien Lehnen Foto: Editpress/Alain Rischard

Im sogenannten Bommeleeër-Bis-Prozess, bei dem es um die mutmaßlichen Falschaussagen von mehreren ehemaligen Führungspersönlichkeiten der einstigen Gendarmerie und der Polizei ging, wurden Ende Februar die Urteile gesprochen. Der einzige Verurteilte, der frühere Generaldirektor der Polizei Pierre Reuland, der eine Bewährungsstrafe bekommen hat, geht in Berufung, ebenso die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage.

Me Thierry Hirsch und Me Maximilien Lehnen vertreten die Nebenkläger im Bommeleeër-Bis-Prozess und Angeklagten im Bommeleeër-Prozess, Marc Scheer und Jos Wilmes. Die beiden jungen Anwälte traten im vergangenen Jahr die Nachfolge ihrer beiden Vorgänger Gaston Vogel und Lydie Lorang an, die die beiden Beschuldigten im größten Prozess der Luxemburger Justizgeschichte über 177 Sitzungstage in den Jahren 2013 und 2014 verteidigt hatten. Me Vogel starb im November 2024, Me Lorang gab den Fall im Hinblick auf die voraussichtliche Dauer des Prozesses aus gesundheitlichen Gründen ab.

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