Erstes „Colloque LGBTIQ+“ auf Kirchberg
Was die queere Szene und ihre Unterstützenden diskutierten
Premiere in Luxemburg: Das Ministerium für Gleichstellung und Diversität lud am Montag zum ersten nationalen „Colloque LGBTIQ+“ ein. Über eine Tagung zwischen Chorgesang und wichtigen Ankündigungen.
Yuriko Backes, Ministerin für Gleichstellung und Diversität, eröffnete das „Colloque pour le plan d’action national LGBTIQ+“ Foto: Editpress/Julie Rasquin
„Ich bin sowohl aus privaten als auch aus beruflichen Gründen hier“, sagte Lauren Crisp am Montag. Dabei saß sie im Konferenzraum des Hotels Sofitel Luxembourg Europe, wartete auf den Beginn der Tagung „Colloque LGTBIQ+“ des Ministeriums für Gleichstellung und Diversität (Mega). Noch war der Saal fast leer und die eingeladenen Gesangschöre stumm, als Crisp von ihrer Familie erzählte. Ihre Ehefrau und sie haben gemeinsame Kinder. Crisp muss die Kinder, die ihre Partnerin ausgetragen hat, jedoch adoptieren. Den Antrag kann sie erst drei Monate nach der Geburt stellen. „Ich will mein eigenes Kind nicht adoptieren“, stellte Crisp im Laufe des Gesprächs klar. „Hoffentlich kann ich heute Druck machen oder mich mit Familien in ähnlichen Situationen vernetzen.“