Baustellen und Busspuren

Was auf A3 und A4 jetzt auf Luxemburgs Autofahrer zukommt

Die A3 bekommt ihre dritte Spur, die A4 wird langfristig zur Multimodal-Trasse: Luxemburgs Autobahnen stehen vor einem Wandel – und der beginnt jetzt. Was Autofahrer in den nächsten Monaten erwartet, ist eine Mischung aus neuen Verkehrsregeln, Baustellenkoordination und dem schrittweisen Umbau des täglichen Pendleralltags.

Am Mittwoch sind noch zahlreiche Autosolisten unterwegs

Am Mittwoch sind noch zahlreiche Autosolisten unterwegs Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Seit dem 23. März ist auf der A3 der erste Abschnitt mit einer eigenen Spur für Fahrgemeinschaften und Busse befahrbar – zwischen der Aire de Berchem und dem Gaspericher Kreuz, Richtung Stadt. Im April folgt das Gegenstück Richtung Frankreich. Die neue Spur ist klar gekennzeichnet: ein „2+“-Symbol zeigt an, dass nur Busse und Autos mit mindestens zwei Personen (inklusive Taxis mit Fahrgästen) dort fahren dürfen. Die Polizei kontrolliert. Wer alleine fährt, riskiert mindestens 74 Euro Strafe.

Tagsüber gelten unterschiedliche Tempolimits: Wer morgens in Richtung Stadt fährt, muss zwischen 6 und 11 Uhr mit 70 km/h rechnen. Abends, Richtung Grenze, gilt dasselbe zwischen 15 und 20 Uhr. Ziel: den Verkehr besser verteilen und Staus reduzieren.

Noch ist die Beschilderung statisch – ursprünglich waren elektronische Portale vorgesehen, doch die Ausschreibung dafür musste wegen formaler Mängel wiederholt werden. Das räumt Transportministerin Yuriko Backes (DP) in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage ein. Die Beschilderung soll aber nachgerüstet werden. Bis 2030 soll die A3 auf voller Länge bis zur französischen Grenze dreispurig ausgebaut sein.

Ein Bild aus der Konzeption des Transportministeriums von 2020 zeigt, wie die A4 in fünf Jahren aussehen soll

Ein Bild aus der Konzeption des Transportministeriums von 2020 zeigt, wie die A4 in fünf Jahren aussehen soll Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

A4: Der Umbau geht weiter

Auch auf der A4 geht es voran – wenn auch mit anderem Fokus. Hier wird seit Jahren am sogenannten „multimodalen Korridorprojekt“ gearbeitet, das nicht nur den Autoverkehr, sondern auch eine Schnellstraßenbahn und einen Expressradweg vorsieht. Autofahrer spüren den Umbau aktuell besonders am Knotenpunkt Steebrécken, wo die Arbeiten bis Ende 2026 andauern.

Laut Mobilitätsministerin Yuriko Backes bleibt man im Zeitplan: 2027 sollen die Bauarbeiten für Schnelltram und Expressradweg starten. 2028 soll die erste Schnelltramstrecke bis Leudelingen eröffnen. 2030 folgt dann die Verlängerung bis Foetz und die Inbetriebnahme des Expressradwegs. Bis 2035 soll auch Belval angebunden sein. In zehn Jahren soll es also mit der Tram von der Rockhal bis zum Findel gehen.

Parallel laufen Planungen zur Umgestaltung der Auffahrten Leudelingen-Nord und -Süd sowie zur Optimierung der Verbindungen zwischen A13, A4 und zurück.

Laut Backes plant die Straßenbauverwaltung („Ponts et chaussées“), größere Sperrungen auf beiden Autobahnen nach Möglichkeit zu vermeiden. In jeder Phase sollen mindestens zwei Spuren pro Richtung offen bleiben. Wenn gesperrt wird, dann vor allem am Wochenende und in Abstimmung mit anderen Baustellen.

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