Staatsfinanzen

Was Luxemburg von Frankreich lernen kann – Überlegungen zur anstehenden Debatte über den Staatshaushalt

Die Zinslast auf den Schuldenbergen der USA, von Japan und von Frankreich steigt rasant. Sind wir in Luxemburg von solchen Verhältnissen tatsächlich weit entfernt? Am 7. Oktober wird der neue Staatshaushalt zeigen, wie schnell es weitergehen wird. Eine der großen Fragen: Wird die 30‑Prozent-Marke bei der Verschuldung durchbrochen?

Gilles Roth letztes Jahr im Oktober bei der Vorstellung der Haushaltspläne

Gilles Roth letztes Jahr im Oktober bei der Vorstellung der Haushaltspläne Foto: Editpress/Julien Garroy

Luxemburg ist nicht Frankreich. Die Staatsschuld ist im internationalen Vergleich niedrig, die Bonität hervorragend, und die Zinskosten beanspruchen bislang nur einen kleinen Teil des Haushalts. Trotzdem lohnt sich der Blick ins Nachbarland. Dort lässt sich aktuell live beobachten, was passiert, wenn über viele Jahre hinweg nicht verantwortungsvoll gehaushaltet wird.

Frankreich hat sich in eine finanzielle Sackgasse hineinmanövriert. Seit Jahrzehnten macht das Land jedes Jahr neue Schulden. Gebraucht wird dieses Geld einerseits, um die Ausgaben der Regierung zu finanzieren, für die es keine Einnahmen gibt – und andererseits, um auslaufende Schuldverträge mit neuen Schulden zu ersetzen.

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