Soziale Kohäsion

Was Familien alles stemmen müssen: Neuer Statec-Bericht zeigt, wo es noch hapert

Das Statistik-Institut Statec hat am Freitag einige Punkte aus dem neuesten Bericht über den Arbeitsmarkt und die soziale Kohäsion in Luxemburg vorgestellt. „19,2 Prozent der Menschen in Luxemburg leben unter der Armutsgrenze, Tendenz steigend“, erklärte Statec-Direktor Serge Allegrezza. Diese Quote wird laut Bericht auf 60 Prozent des verfügbaren medianen Einkommens festgelegt und liegt bei 2.177 Euro pro Monat und pro Erwachsenem. Demnach lebten vergangenes Jahr 115.980 Menschen in Luxemburg unter der Armutsgrenze.

Statec-Direktor Serge Allegrezza präsentierte den neuen Bericht zur sozialen Kohäsion in Anwesenheit von Familienministerin Corinne Cahen

Statec-Direktor Serge Allegrezza präsentierte den neuen Bericht zur sozialen Kohäsion in Anwesenheit von Familienministerin Corinne Cahen Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Statt allerdings die arbiträren 60 Prozent als Referenz für die Armutsgrenze zu nehmen, könne man diese Rechnung auch anders angehen, indem man sich auf das Referenz-Budget basiere, so der Statec-Präsident. Auf diese Weise würde der Anteil der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, bei 17,6 Prozent liegen. Ziehe man allerdings das Vermögen und den Verbrauch der Menschen mit in die Rechnung hinein, dann würde die Quote jener, die unterhalb der Grenze leben, weiter auf 7,3 Prozent sinken. „Diese alternativen Berechnungen sind kein Trick, um die Armutsgrenze in ein besseres Licht zu rücken“, betonte Allegrezza. Das höchste Armutsrisiko haben laut dieser Rechnung junge Arbeitslose, Inaktive, Mieter, Alleinerzieher mit zwei oder mehr Kindern sowie Leute mit einem niedrigen Bildungsstand.

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