Bericht über Häusliche Gewalt

Von fünf häuslichen Tötungen betrafen vier Eltern-Kind-Beziehungen

Offiziell zählte Luxemburg vergangenes Jahr 2.802 Opfer von häuslicher Gewalt. Die tödlichen Fälle jedoch fanden weitestgehend nicht zwischen Partnern statt, sondern zwischen Eltern und Kindern.

Fünf Frauen, darunter luxemburgische Führungskräfte und Vertreterinnen von Polizei und Frauenhilfe, bei offizieller Veranstaltung

Laurence Bouquet vom Luxemburger Roten Kreuz, Staatsanwalt Laurent Seck, Gleichstellungsministerin Yuriko Backes, Kristin Schmit von der „Police judiciaire“ und Olga Strasser von „Femmes en détresse“ (v.l.n.r.) Foto: SIP

Die Polizei ist 2025 erneut häufiger wegen häuslicher Gewalt ausgerückt. Laut dem jährlichen Gewaltbericht, den Gleichstellungsministerin Yuriko Backes vergangenen Freitag vorstellte, gab es 1.297 Interventionen, gut zehn Prozent mehr als 2024. Die Staatsanwaltschaft ordnete 334 Wegweisungen an, ein Plus von 16,4 Prozent. Das entspricht fast einer Wegweisung pro Tag.

Der Bericht zählt 2.802 Opfer, deutlich mehr als die 2.058 des Vorjahres. Diese Zahl könne man allerdings nicht mit der des Vorjahres vergleichen, heißt es im Bericht selbst. Grund dafür ist eine Veränderung der Methodik, nach welcher die Zahlen erhoben werden. Worin die Umstellung konkret besteht, führt der Bericht nicht aus. Festzuhalten ist, dass Frauen bei den schwereren Fällen körperlicher Gewalt klar überwiegen. Unter den 334 Weggewiesenen waren knapp 88 Prozent Männer, bei den zugehörigen Opfern gut 80 Prozent Frauen.

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