Tom Köller

Verteidigungsdirektor zu Kostenexplosion bei Satellitenprojekt: Kein Druck von der NATO

Trotz offensichtlicher Probleme und Fehlkalkulationen wurde der Gesetzentwurf zur Finanzierung von Luxemburgs Militärsatelliten der Chamber zur Abstimmung vorgelegt. Wie das überhaupt passieren konnte, haben wir Luxemburgs Direktor der Verteidigung gefragt.

Tom Köller (links), verteidigungspolitischer Direktor der Luxemburger „Défense“, hat sich gegenüber dem Tageblatt zu den Kostenexplosionen beim LUXEOSys- Satellitenprojekt geäußert

Tom Köller (links), verteidigungspolitischer Direktor der Luxemburger „Défense“, hat sich gegenüber dem Tageblatt zu den Kostenexplosionen beim LUXEOSys- Satellitenprojekt geäußert Archivfoto: SIP

Vorgetäuschter Zeitdruck, viel höhere Kosten als zuerst bekannt und Fehlplanungen – das alles wird derzeit im Zusammenhang mit dem LUXEOSys-Militärsatelliten-Projekt von Ex-Verteidigungsminister Etienne Schneider (LSAP) diskutiert. 170 Millionen Euro waren zunächst für das Projekt angedacht, später wurden es noch mal ganze 139 Millionen Euro mehr. Und dass der Militärsatellit deutlich mehr Geld verschlingen würde, war mehreren Projektverantwortlichen bereits vor der Chamber-Abstimmung über das Projekt im Juli 2018. Informiert über das nicht ausreichende Budget waren laut dem Bericht des Luxemburger Rechnungshofes zum Beispiel die Projektleitung, bestehend aus dem Direktor und stellvertretenden Direktor der Verteidigung, dem Verantwortlichen der Finanzabteilung und die für das Projekt verantwortliche Juristin. Über weitere Details des Planungspfuschs hatte das Tageblatt bereits berichtet.

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