Illegale Giftmülldeponie in Differdingen

Umweltministerin Dieschbourg muss sich vor Chamber-Kommission verantworten

Der Skandal um eine illegale Mülldeponie in Differdingen wird nun zum nationalen Politikum. Umweltministerin Carole Dieschbourg muss sich nächste Woche vor der zuständigen Chamber-Kommission verantworten. „Damit soll Licht in das Dossier gebracht werden“, sagt der Vizepräsident der Umweltkommission Max Hahn (DP) auf Tageblatt-Nachfrage.

Der Stahlkonzern ArcelorMittal soll seit Jahren gefährliche Industrie-Abfälle auf dem 150 Hektar großen Areal zwischen Differdingen und Sanem entladen haben.

Der Stahlkonzern ArcelorMittal soll seit Jahren gefährliche Industrie-Abfälle auf dem 150 Hektar großen Areal zwischen Differdingen und Sanem entladen haben. Foto: Isabella Finzi/Editpress

Laut Informationen des Online-Nachrichtenportals reporter.lu betreibt ArcelorMittal auf dem „Crassier“ in Differdingen eine illegale Deponie. Der Stahlkonzern soll seit Jahren gefährliche Industrie-Abfälle auf dem 150 Hektar großen Areal zwischen Differdingen und Sanem abladen. Obwohl das Vorgehen nicht genehmigt gewesen sei, hätten die zuständigen Verwaltungen die illegale Deponie toleriert. Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“) wird deshalb nächsten Mittwoch vor der zuständigen Chamber-Kommission befragt.

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