Geschichte
Über Luxemburg nach Auschwitz: Letzte Stationen im Leben des Buchhändlers Richard Hellmann
Dies ist die Geschichte eines gebürtigen deutschen Juden, der mit seiner Familie nach Luxemburg zog, um der Judenverfolgung im Reich zu entgehen. Um seine Kinder nach dem deutschen Einmarsch vor der Verfolgung zu schützen, trennte er sich zunächst von seiner „arischen“ Ehefrau und seinen Kindern. Mit der Scheidung wurde schließlich sein Todesurteil gefällt.
Die Grand-rue der Hauptstadt Luxemburg unter dem Hakenkreuz Foto: Marcel Duffau/Photothèque de la Ville de Luxembourg
Richard Hellmann wurde am 22.6.1890 in Würzburg als zweiter von drei Söhnen des Ehepaares Max Hellmann und Betty Uhlmann geboren. Beide Eltern waren jüdisch, aber die Familie war nicht praktizierend. Der Vater betrieb einen Weinhandel in Würzburg. Die Familie war sehr darauf bedacht, nicht Anlass für antisemitische Anrempelungen zu geben.