Google-Datacenter in Bissen

„Transparenz“ hat nicht für jeden die gleiche Bedeutung

Lange Zeit war im Dossier Datacenter Bissen nichts von einem sogenannten „Memorandum of understanding“ zwischen der Regierung, der Gemeinde Bissen und dem Internetgiganten Google bekannt. Offiziell jedenfalls nicht. Doch als die Rangelei im Gemeinderat losging, die bekanntlich für viel Unruhe und Wechsel in der Gemeindeführung gesorgt hatte, war dieses MOU, nennen wir es Absichtserklärung, in vieler Munde. Jetzt macht dieses Dokument erneut von sich reden. 

Auf diesem Areal soll das Google-Datacenter entstehen

Auf diesem Areal soll das Google-Datacenter entstehen Foto: Roger Infalt

Das Dossier um das geplante Datenzentrum in Bissen macht bekanntlich nicht unbedingt Werbung für den Begriff „Transparenz“. Ganz im Gegenteil! Informationen werden nur scheibchenweise übermittelt und alle Partner im Rahmen dieses Projekts sind seit langen Monaten in Wartestellung. Weder in der Informationsversammlung vom 22. Januar 2019, die von der Gemeinde einberufen wurde, noch in der Bürgerversammlung, zu der Google selbst am 21. November 2019 eingeladen hatte, gab es schlüssige Informationen zum definitiven Umfang des Datenzentrums, zum Strom- und Kühlwasserverbrauch, zum Geräuschpegel der Kühlaggregate, zur Lichtverschmutzung usw. usf.

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