Geld oder Sicherheit

Soldatengewerkschaft und Ministerium haben unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft der Armee 

Luxemburg will in den kommenden Jahren seine Armee drastisch vergrößern. Um die Streitkräfte zu einem attraktiveren Arbeitgeber zu machen, will Verteidigungsministerin Backes unter anderem die Löhne aufbessern. Für die Soldatengewerkschaft geht das nicht weit genug.

Die Armee der Zukunft braucht vor allem Personal: Ausrüstung beim Tag der offenen Tür auf dem Herrenberg im Sommer

Die Armee der Zukunft braucht vor allem Personal: Ausrüstung beim Tag der offenen Tür auf dem Herrenberg im Sommer Foto: Editpress/Julien Garroy

650 zusätzliche Soldaten. Was als Zahl allein recht abstrakt erscheint, bedeutet für die luxemburgische Armee eine gewaltige Veränderung. Um etwa zwei Drittel sollen die Streitkräfte des Großherzogtums in den kommenden Jahren wachsen. Aktuell beschäftigt die luxemburgische Armee 1.230 Mitarbeiter, etwa 1.000 davon sind Soldaten, der Rest Zivilisten. „Rekrutierung ist für uns die Mammutaufgabe der kommenden Jahre“, sagt Christian Schleck. Er ist Präsident des „Syndicat professionnel de l’Armée luxembourgeoise“ (SPAL), der Personalvertretung der luxemburgischen Soldaten. Und Schleck sagt auch: „Wir sind skeptisch, dass wir diese Zahl erreichen können, wenn wir nicht etwas am Modell und an der Attraktivität der Armee ändern.“

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