Chamber verabschiedet Zwei Armee-Gesetze

Soldaten bekommen jetzt auch Mindestlohn

Die luxemburgische Armee soll ein attraktiverer Arbeitgeber werden. In Rekordzeit haben zwei Gesetze den legislativen Prozess durchlaufen, um vor allem die Bezahlung freiwilliger Soldaten zu verbessern. Doch nicht alle sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Luxemburgische Soldaten beim Tag der offenen Tür 2022 auf dem Herrenberg, symbolisieren zukünftige Gehaltserhöhung

Bekommen in Zukunft mehr Geld: luxemburgische Soldaten, hier beim Tag der offenen Tür auf dem Herrenberg im Jahr 2022 Foto: Editpress/Alain Rischard

Die luxemburgischen Streitkräfte sollen in naher Zukunft um mehr als die Hälfte wachsen. 600 neue Soldaten und Soldatinnen braucht es dafür. Doch wie jeder Arbeitgeber muss auch die Armee Anreize schaffen, um Personal anzulocken. Einer der wichtigsten Faktoren dabei: die Bezahlung. Denn um die ist es besonders bei freiwilligen Soldaten schlecht bestellt. Deren Basisgehalt lag bislang unter dem Niveau des unqualifizierten Mindestlohns. Das ändert sich nun.

Die beiden Gesetze, über die die Chamber an diesem Donnerstagvormittag abgestimmt hat, sind Teil eines Pakets, das der Armee die Rekrutierung von neuem Personal erleichtern soll. Wie dringlich dieses Anliegen ist, zeigt auch das Rekordtempo, in dem einer der beiden Gesetzesentwürfe den legislativen Prozess durchlaufen hat. Erst Ende vergangenen Jahres hatte Verteidigungsministerin Yuriko Backes (DP) ihren Aktionsplan für die Armee vorgestellt, im Januar dann legte sie der Verteidigungskommission den Gesetzesentwurf vor, keine zwei Monate später wird im Plenum der Chamber darüber abgestimmt. Dass manche Institutionen gerade mal sechs Tage Zeit erhielten, um ein Gutachten zu erstellen, wird dabei zur Randnotiz.

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