Gesundheitswesen
Schluss mit Vorstrecken: Das „Paiement immédiat direct“ kommt
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran. Und bringt neben smarten Patientenakten, die Ärzten bei der Diagnose helfen sollen, vor allem ein neues Bezahlprinzip für Behandlungshonorare.
2020 wurden die elektronischen Patientenakten eingeführt. Nun zieht die Agentur eSanté Bilanz. Foto: Editpress/Julien Garroy
Kurz vor der Wahl kehrt ein Thema zurück, das die luxemburgische Gesundheitspolitik schon seit Jahren umtreibt: die Arztkosten. Genauer: die Frage, wann wer was bezahlen muss. Bislang liegt die finanzielle Bringschuld bei den Versicherten. Sie müssen die Behandlungskosten vorstrecken, die Krankenkasse erstattet ihnen das Geld. Dieses System soll sich nun ändern. Das „Paiement immédiat direct“ (PID) sei fertig, die notwendige Software könne von Ärzten installiert werden, sagt Minister Claude Haagen (LSAP) am Dienstag in einer Pressekonferenz zum Stand der Digitalisierung der sozialen Sicherheit.