Teil 2
Schadenfreude und konservative Frustrationsentladung: „De Luussert“
Die „Ära Thorn“ (1974-1979) war die letzte Phase eines unerhörten Pressestreits zwischen Luxemburger Wort und Tageblatt. Wie gingen beide Medien miteinander um? Welche Rolle spielte der „Luussert“? Und wie ist dieser Pressekonflikt zu bewerten? Eine Spurensuche in drei Teilen.
Die „Luussert“-Glosse attackierte nicht den Politiker, sondern den Menschen Gaston Thorn Foto: Editpress
Dem Luxemburger Wort wird vor allem die Publikation der sog. „Luussert“-Glosse angelastet. Sie ist es auch, die bei sozialliberalen Rezipienten des Pressekonflikts besonders häufig Erwähnung findet und als Beweis für eine überwiegend unredliche Diskursführung beim LW herhalten muss.