Leben in der Corona-Krise als Risikopatient
Sara und Patrick fordern konkrete Richtlinien von der Regierung
Spätestens seit der Wiedereröffnung der Bars und Restaurants in Luxemburg ist klar: Wir befinden uns in der Exit-Phase der Corona-Quarantäne. Doch während der Großteil der Bevölkerung wieder anfängt, einigermaßen normal zu leben, hat sich diese Normalität bei Risikopersonen noch nicht wieder eingestellt. Sara und Patrick* gehören zur Gruppe jener, die von der Regierung als „personnes vulnérables“ definiert wurden und die es seit Anfang der Krise zu schützen gilt. Wie dieser Schutz jedoch während des „déconfinement“ genau aussehen soll, weiß keiner so richtig. Vor allem den Betroffenen selbst bereitet diese Unklarheit Sorge, denn sie fühlen sich zwischen Sicherheitsmaßnahmen, Pressekonferenzen und Maskenpflicht schlicht und einfach von der Gesellschaft vergessen.
Viele der Menschen, die als Risikopersonen gelten, fühlen sich während der Exit-Phase mit ihren Sorgen alleingelassen (Symbolfoto)
Es scheint, als ob die Welt in Luxemburg langsam wieder anfängt, normal zu drehen. Die Geschäfte haben wieder geöffnet, Restaurantbesuche sind zwar streng geregelt, jedoch erlaubt und auch das Wetter ruft förmlich nach normalem Sommer – mit Stausee-Besuchen, Grillabenden und allem Drum und Dran. Ein Schein, der trügt, denn auch wenn die Exit-Phase aus der Quarantäne in vollem Gange ist, liegt das Virus noch immer in der Luft und nach wie vor gilt es, sich und andere zu schützen. Doch während die meisten ihren Weg zurück in den Alltag wiedergefunden haben, gibt es einige, die noch immer in Ungewissheit verharren. Zu Hause, isoliert von der Außenwelt, als wäre die Ausgangssperre nie aufgelöst worden. Die Rede ist von „personnes vulnérables“, also Personen, die besonders von Covid-19 gefährdet sind.