Antiziganismus

Roma in Luxemburg: Eine lange Geschichte der Ausgrenzung

Die Politik der „neuen Härte“ in vielen Ländern Europas bekommen nicht zuletzt auch Minderheiten wie die Sinti und Roma zu spüren. Der Antiziganismus ist seit jeher eine weit verbreitete Form der Diskriminierung, die nun zugenommen hat.

Protest gegen Antiziganismus in Berlin, 2024

Protest gegen Antiziganismus in Berlin, 2024 Foto: dpa/Florian Schuh

Florin ahnt Böses. Sie haben Timur geschnappt, seinen kleinen Bruder. Eigentlich wollten wir uns in Hollerich treffen. Doch Florin ruft mich an und sagt, er könne nicht zur verabredeten Zeit zu unserem Treffpunkt kommen. Timur ist minderjährig. „Ich fühle mich für ihn verantwortlich“, sagt Florin. Er sei vor ein paar Monaten nach Luxemburg gekommen, um ein paar Geschäfte zu erledigen, hat er mir erzählt. Um welche Geschäfte es sich handelt, sagt er mir nicht. Zusammen mit ihrer Schwester Malina und deren Mann würden Timur und er bei einem Cousin in der Nähe von Longwy wohnen, erklärt er. Täglich kommen sie nach Luxemburg und betteln. „Ein paar Mal hatte ich schon eine Arbeit auf einer Baustelle, doch das war nur für kurze Zeit“, fügt der junge Mann mit dem Stoppelbart hinzu.

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