Klimaschutz
Luxemburg will Schlüsselakteur der internationalen Klimafinanzierung werden
Die Ankündigung, dass Luxemburg 320 Millionen Euro in internationale Klimaschutzprojekte stecken möchte, ist nicht mehr ganz so neu. Sie reicht zurück bis in die Zeit nach der UN-Klimakonferenz (COP) in Baku 2024, also vor gut anderthalb Jahren. Dazu hat der zuständige Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsminister Serge Wilmes die Strategie vorgestellt.
Vor allem die Menschen in Entwicklungsländern müssen unter den Folgen des Klimawandels leiden – hier ein Bauer in Kakuma, Kenia Foto: Eva-Maria Krafczyk/dpa
Die äußeren Umstände sind bedrohlich: Der Klimawandel schreitet voran, die Biodiversität geht zurück, dazu Bodendegradation und die Sorge um die Wasserqualität sowie um die künftige Lebensmittelversorgung bei sozioökonomischen und sanitären Krisen. Außerdem das Dilemma, dass diejenigen Länder, die am wenigsten zu den Problemen beigetragen haben, am meisten betroffen sind.
Minister Serge Wilmes erklärte bei einer Pressekonferenz am Dienstag, dass nach den Modellen der Vereinten Nationen die Entwicklungsländer ungefähr 1.100 Milliarden US-Dollar ab 2025 und etwa 1.800 Milliarden ab 2030 für die Finanzierung des Klimaschutzes brauchten. Der CSV-Politiker nennt in diesem Zusammenhang den internationalen Kontext für die luxemburgische Klimaschutzfinanzierung: Dazu gehören neben den drei völkerrechtlich verbindlichen Umweltabkommen auf dem UN-Gipfel von Rio de Janeiro 1992 vor allem die COP-15 von Kopenhagen 2009, die COP-21 von Paris 2015 und die COP-29 von Baku 2024. Den nationalen Kontext stellt derweil das Klimagesetz vom 15. Dezember 2020 dar, welches das Land verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren und bis 2050 eine Klimaneutralität anzustreben.