Belgisch-Kongo
Regierung ordnet Aufarbeitung der Luxemburger Kolonialgeschichte an
Die Regierung will die Luxemburger Kolonialgeschichte näher aufarbeiten lassen. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Frage hervor. Die Regierung habe die Universität Luxemburg mit einer Forschungsarbeit zu dem Thema beauftragt.
Vandalismus an der Statue von König Leopold II. Auch Luxemburger spielten eine Rolle in dem grausam vom belgischen Herrscher regierten Land. Foto: AFP/John Thys
Die Regierung will die Rolle der Luxemburger und des luxemburgischen Staates im Kontext der europäischen Kolonialgeschichte aufarbeiten. Eine entsprechende Anfrage zur Ausarbeitung eines Forschungsprojekts sei schon an das interdisziplinäre Zentrum für Zeitgeschichte und digitale Geschichte der Universität Luxemburg gerichtet worden. Das antwortet Premierminister Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Frage.
Die Luxemburger Regierung erkenne die aktuelle und historische Relevanz des Themas an und diese verdiene es, wissenschaftlich aufgearbeitet zu werden, steht in der Antwort des Premierministers. Auf die Frage der Piraten-Abgeordneten Marc Goergen und Sven Clement, ob man sich im Namen des Großherzogtums und der Regierung für die Geschehnisse während der Kolonialzeit entschuldigen müsse, antwortet Bettel nicht. Die „wissenschaftlichen Erkenntnisse und die öffentliche Debatte“ würden im Anschluss der Forschung zeigen, ob weitere Schritte in diesem Kontext nötig seien.