Parlamentsjahr
„Regierung der faulen Kompromisse“ – „déi Lénk“ zieht Bilanz
Mit der Zeit wird auch die radikalste Opposition punktuell systemkonform, und so lädt seit Jahren auch „déi Lénk“ zum Ende des Parlamentsjahres Pressevertreter zum Mittagessen ein – eine Gelegenheit, die verflossene politische Saison durch die eigene Parteibrille zu betrachten und entsprechend zu bewerten. Dieselbe Übung hatten andere Parteien bereits in den Vortagen absolviert.
Die Linken-Politiker David Wagner, Myriam Cecchetti, Nathalie Oberweis und Marc Baum bei der Pressekonferenz am Donnerstag Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Als Quartett trat „déi Lénk“ gestern im „Sang a Klang“-Festsaal im Pfaffenthal auf, um das parlamentarische Jahr Revue passieren zu lassen. Von der Partie: die zwei erfahrenen, vor zwei Monaten gemäß dem Rotationsprinzip zurückgetretenen Abgeordneten Marc Baum und David Wagner und die beiden nachgerückten Myriam Ceccetti und Nathalie Oberweis. Bei ihrem Rückblick fokussierten sie sich insbesondere auf die aus ihrer Sicht dringlichsten Fragen. Die Politik der aktuellen Dreierkoalition kannte dabei kein Pardon.