Pressefreiheit
Protestierende Journalisten fordern Auskunftsrecht von Luxemburgs Behörden
Luxemburgs Journalistenverband ALJP protestierte am Montag, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, für ein Informationszugangsrecht. Unterstützung erhielt er dabei aus der Zivilgesellschaft – und für Medienminister Xavier Bettel hatten sich die Organisatoren eine besondere Aktion überlegt. Das Tageblatt war vor Ort und hat mit den Journalisten gesprochen.
V.l.n.r.: Luc Caregari (Vizepräsident), Roger Infalt (Generalsekretär) und Ines Kurschat (Präsidentin) von der ALJP Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Flaggen und Wimpel empfangen am Montagmorgen jene Besucher der Stadt Luxemburg, die arglos über den Krautmarkt am großherzoglichen Palast und der „Chamber“ vorbeistreifen – untermalt vom kreischenden Martinshorn eines mit Stickern beklebten Megafons. Vor dem Parlamentsgebäude (und in Rufweite zur Terrasse des „Bistrot de la presse“, auf dem mancher Besucher der Demonstration noch einen schnellen Espresso schlürft) haben sich die ALJP („Association luxembourgeoise des journalistes professionnels“) und ihre Unterstützer versammelt. Knapp 40 Personen haben sich eingefunden. Es ist die erste öffentliche Aktion, seit der Journalistenverband am 19. April seine Kampagne für ein Informationszugangsrecht gestartet hat. Die letzte soll es nicht sein, verspricht Präsidentin Ines Kurschat. Man gibt sich kämpferisch.