Ex-Freeport
Plädoyer fürs Schlussmachen: CSV fordert von der Regierung eine Stellungnahme zur Freihandelszone
Die einst als „Freeport“ begründete und mittlerweile unter dem Namen „Luxembourg High Security Hub“ (LHSH) firmierende Freihandelszone am Flughafen hat aktuell wieder parlamentarisches Interesse geweckt. In einer Anfrage hat Laurent Mosar (CSV) eine Stellungnahme von Finanzministerin Yuriko Backes (DP) und François Bausch, „déi gréng“-Minister für Mobilität und öffentliche Arbeiten, verlangt – und eine Antwort erhalten, die ihn nicht zufriedenstellt.
The times they are a-changin’: Zur Eröffnung des Freeport gab es 2014 noch viele zufriedene Gesichter Foto: Editpress/Alain Rischard
Mosar bezieht sich auf die jüngsten im Handelsregister veröffentlichten Jahresbilanzen des Hubs, der über eine Holding und die angeschlossenen Tochterunternehmen „Management Company“ und „Real Estate“ betrieben wird. Das für die Prüfung verantwortliche Unternehmen BDO erklärt darin, es erkenne „wesentliche Unsicherheiten in Bezug auf die Fähigkeit, ihre Geschäftstätigkeit auf Grundlage der Unternehmensfortführung fortzusetzen“. Konkret geht es vor allem um offene Forderungen zwischen den Gesellschaften. Während der dreiköpfige Vorstand der Holding die Forderungen als „vollständig einbringlich“ ansieht, wollen sich die Prüfer dem offenbar nicht anschließen – weswegen sie ihr Testat für die Bilanz verweigern. Auch wird auf ausstehende Kreditschulden gegenüber Banken hingewiesen.