Flughafen Findel

OGBL unterstützt Fluglotsen gegen „virtuellen Tower“: Kooperationsvereinbarung erneuert

Stärkere Zusammenarbeit und automatische Mitgliedschaft: OGBL und Fluglotsengewerkschaft erneuern Vereinbarung.

Der aktuelle Kontrollturm des Flughafens Findel hat Sanierungsbedarf

Der aktuelle Kontrollturm des Flughafens Findel hat Sanierungsbedarf Foto: Editpress/Hervé Montaigu

In der aktuellen Debatte um einen neuen „virtuellen Tower“ für den Flughafen Findel stellt sich der OGBL auf die Seite der „Guilde luxembourgeoise des contrôleurs de la circulation aérienne“ (GLCCA). Der OGBL unterstütze die GLCCA „in ihren Bemühungen gegen die Ersetzung der Präsenz vor Ort durch einen ,virtuellen Tower’ – eine Lösung, die für einen Flughafen von der Größe Luxemburgs völlig ungeeignet ist und zu erheblichen Sicherheitsproblemen führen könnte“, heißt es in einem Statement der Gewerkschaft.

Der OGBL und die GLCCA haben am Dienstag ihre Kooperationsvereinbarung erneuert. Die beiden Organisationen wollen ihre Zusammenarbeit verstärken, aus diesem Grund werden Mitglieder der Fluglotsengewerkschaft in Zukunft automatisch auch Mitglieder beim OGBL sein. Zusammen wolle man sich „gegen jede Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Fluglotsen“ wehren.

Ursprünglich war auf dem Flughafengelände der Bau eines neuen Kontrollturms geplant. Stattdessen will die Regierung nun jedoch einen „virtuellen Tower“ einrichten. Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) hält die neue Technologie für sicherer und effizienter. Die Gewerkschaft der Fluglotsen widerspricht und droht mit Streik, sollten sie gezwungen werden, in einen sogenannten „remote Tower“ zu wechseln. Die GLCCA und der OGBL arbeiten bereits seit den Achtzigerjahren zusammen. Die Gewerkschaft unterstützte damals auch den bislang letzten Streik der Fluglotsen am Findel im April 1987 (judo).

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