„Tag der Gerechtigkeit“
OGBL fordert handfeste Anerkennung statt kitschiger Helden-Verehrung
Der 15. Juni ist von der internationalen Dienstleistungsgewerkschaft UNI zum „Internationalen Tag der Gerechtigkeit“ erkoren worden – und zwar vor 30 Jahren. Seitdem wird an diesem Tag für mehr Respekt und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Reinigungs- und Hausmeistergewerbe aufgerufen. Der luxemburgische Gewerkschaftsbund OGBL findet, das sei im Jubiläumsjahr „wichtiger denn je“.
Systemrelevant: Ohne Reinigungskräfte hätten viele Menschen schnell keinen Durchblick mehr Foto: Pixabay
Die Funktionen der Angestellten „hinter den Kulissen“ seien oft unbekannt und würden unterschätzt, schreibt der OGBL (genauer: die Syndikate für Reinigungskräfte sowie für Dienstleistungen und Energie) am Montagmorgen in einer Pressemitteilung. Immerhin: In der Corona-Krise habe sich die Wahrnehmung beider Sektoren verändert – schließlich wurden sie, auch in der großherzoglichen Verordnung vom 18. März, als „essenziell“ für die Gesellschaft eingestuft. Was allerdings neben der Anerkennung bedeutet, dass die hier Angestellten oft weiterarbeiten müssen, ohne immer einen angemessenen Schutz zu bekommen – und zwar bis zu 12 Stunden täglich und 60 Stunden pro Woche.