Tropenholzschwellen
Nach Tageblatt-Bericht: CFL will Kontrollen verschärfen – offene Fragen bleiben unbeantwortet
Die Luxemburger Bahngesellschaft ändert nach einer Tageblatt-Recherche ihre Einkaufsrichtlinien. Woher die 75.850 bereits verlegten Schwellen aus tropischem Hartholz genau kommen, bleibt unklar.
Ein Gleisbauzug verlegt auf der Strecke zwischen Betzdorf und Hagelsdorf im September 2025 Bahnschwellen. Damals erklärte ein Mitarbeiter des Bautrupps, dass die Schwellen aus Azobé-Holz seien. Die Holzart wird auch „Bongossi“ genannt. Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy
Die Luxemburger Bahn will ihre Kontrollen bei Holzprodukten verschärfen. „Die CFL verstärkt die Kontrollen der Rückverfolgbarkeit ihrer Holzbeschaffung“, heißt es in einer Stellungnahme auf der Webseite der CFL-Gruppe. Vorausgegangen war dem ein Tageblatt-Bericht, der aufgedeckt hatte, dass das Unternehmen Tausende Bahnschwellen aus dem tropischen Regenwald in Afrika verbaut hatte – ohne nachweisen zu können, dass diese aus nachhaltigem Anbau stammten.