Holocaust-Gedenktag

Multiperspektivische Ausstellung „Wer ein Leben rettet“ in der Abtei Neumünster

Die Wanderausstellung „Wer ein Leben rettet“ thematisiert auf eindrucksvolle Weise die Erfahrungen und Biografien jüdischer Kinder auf dem „Verlorenen Transport“ im April 1945 vom Konzentrationslager Bergen-Belsen bis nach Tröbitz, einem Dorf in der brandenburgischen Lausitz.

Befreiter Kriegsgefangenen-Transport durch US-Truppen in Fallersleben, 13. April 1945, historische Befreiung des Zweiten Weltkriegs

Einer der drei Transporte nach seiner Befreiung durch US-Truppen in Fallersleben, 13. April 1945 Foto: George C. Gross / USHMM photo archives

Micha Gelber ist acht Jahre alt, als er 1944 in das Konzentrationslager von Bergen-Belsen im heutigen Bundesland Niedersachsen deportiert wird. Er ist dort mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Eduard zusammen. Der Tod ist allgegenwärtig, täglich sterben Menschen, auch Freunde von Micha, der seinen neunten Geburtstag im KZ erlebte. Auf einem Foto ist er mit Eduard und seinem Vater in Ede bei Arnheim zu sehen.

Hannah Goslar wurde 1928 in Berlin in eine religiöse jüdische Familie geboren. Die Familie emigrierte 1933 nach Amsterdam, wo Hannah auf Anne Frank traf. Die Mädchen besuchten denselben Kindergarten und freundeten sich an. Sie kamen wieder in Kontakt – an einer hohen Wand aus Stacheldraht und Stroh. Die beiden konnten einander nicht sehen. Hannah versuchte, Anne Brotstücke über die Wand zuzuwerfen. Während Anne im KZ an Typhus starb, überlebte Hannah die Shoah.

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