Pilotprojekt
Mit „out of hospital“ will die Regierung Krankenkasse und Krankenhäuser gleichermaßen entlasten
Mit dem Pilotprojekt „out of hospital“ will die Regierung „eeler Leit“ schneller aus dem Spital entlassen und ihnen ermöglichen, bis zu drei Monate in einem Altenheim zu verbringen, um „in Ruhe“ über ihr zukünftiges Leben nachzudenken. Das soll Krankenkasse und Krankenhäuser gleichermaßen entlasten.
DP-Familienminister Max Hahn und CSV-Gesundheitsministerin Martine Deprez testen am Dienstag die für ihr gemeinsames Pilotprojekt reservierten Zimmer im HPPA-Seniorenheim in Eischen Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Der Begriff „out-of-hospital“ hat im gesundheitspolitischen Diskurs in Luxemburg eine semantische Verschiebung erlebt. Vor 2023 wurde er in den englischsprachigen Fassungen der Wahlprogramme als Synonym zum „virage ambulatoire“ verwendet. Zu CSV-Spitzenkandidat Luc Friedens zehn Prioritäten im Wahlkampf 2023 gehörten etwa „more out-of-hospital medical practices with sophisticated medical equipment (MRI, etc.)“ zu schaffen. Die vorige LSAP-Gesundheitsministerin Paulette Lenert arbeitete „aktiv“ an einem „plan d’action out of hospital“, um Angebote für die stationäre Versorgung zu Hause oder in anderen, kostengünstigeren Einrichtungen der intermediären Pflege zu fördern.
Dieser Definition am nächsten kommt die, die CSV und DP im Oktober 2023 in ihr Koalitionsabkommen schrieben: „Le Gouvernement mettra en place un projet out of hospital visant à prendre en charge les patients âgés à la fin de leur séjour hospitalier, en attendant qu’ils puissent retourner chez eux ou intégrer un établissement d’hébergement pour personnes âgées“, heißt es auf Seite 71. Dieses Projekt werde es ermöglichen, die Krankenhäuser zu entlasten, die Regierung werde einen Rechtsrahmen entwickeln, der Funktionsweise und Finanzierung regelt.